Wenn drei Millionen Konstruktionszeichnungen von Mikrofiche und Pergament digitalisiert werden, dann ist das eine ultimative Herausforderung für Digital Asset Management. Die Ingenieure des global führenden Herstellers von Wasserkraftturbinen ANDRITZ HYDRO machten allerdings eine weitere Vorgabe: Nach spätestens zwei Sekunden sollte jede technische Zeichnung abrufbar sein. Sie brauchten eine Hochleistungs-Datenturbine!
Mit Canto Cumulus sind die Konstruktionsunterlagen gut aufgehoben und immer wieder auffindbar. Höchstens eine halbe Sekunde dauert die Datensuche. Nur das Scannen und Speichern von drei Millionen Seiten im Format DIN A4 bis A0 wird etwas länger dauern. ANDRITZ HYDRO rechnet mit 20 Jahren bis das gesamte Archiv digitalisiert ist.

Bereit für den Einsatz. Für jedes Turbinenrad werden dutzende Konstruktionszeichnungen angefertigt. Foto ANDRITZ HYDRO AG
Es sind regelrechte Wasserfälle an Daten, die bei der Entwicklung von Wasserkraftturbinen anfallen. ANDRITZ HYDRO, Spezialist für den Bau von Wasserkraftanlagen auf der ganzen Welt, brauchte eine leistungsfähige Datenturbine. Etwas, das millionen Konstruktionszeichnungen verwalten kann.
Nicht nur die Datenmenge ist dabei eine Herausforderung. Die Ingenieure aus Kriens in der Schweiz fordern Präzision. Wenn z.B. Wartungsarbeiten an einer 50 Jahre alten Turbine vom brasilianischen Amazonas anstehen, müssen auf Knopfdruck exakt die richtigen Konstruktionsdaten zur Verfügung stehen. Und zwar nach spätestens zwei Sekunden!
Im Jahr 2000 hat Michael Schulyok, Manager für CAD und Informatik bei ANDRITZ HYDRO, mit der Suche nach einer geeigneten Software begonnen. Zu dieser Zeit hatte man angefangen, das Mikrofiche-Archiv zu digitalisieren. Sehr schnell trat ein typisches Problem für Windows-Nutzer auf. Die randvollen Verzeichnisse ließen sich im Explorer von Windows XP nicht mehr darstellen.
Das bedeutete Sanduhren statt Datenfluss:
„Wir haben bis zu fünf Minuten davor gesessen und nichts bewegte sich. Um es vorweg zu nehmen: Mit Cumulus dauert es allerhöchstens eine halbe Sekunde und das Zeug ist da.“

Vorher: Konstruktionsdaten auf Mikrofiche - für ANDRITZ HYDRO vor allem ein Platz- und Zeitproblem.
Für die Auswahl der Software hatte ANDRITZ HYDRO eine Reihe weiterer Kriterien formuliert und einige Kandidaten getestet. Darunter befanden sich einfache Shareware-Programme und hoch komplexe Datenbanken. Die allermeisten gingen sang und klanglos unter:
„Die meisten Systeme konnten etwa 10- bis 20-tausend Dateien verwalten. Dann wurde es schwierig.“
Aber es mussten tausend mal so viele Dateien beherrschbar bleiben. Nur zwei Programme blieben in der engeren Wahl, darunter Canto Cumulus. Die Funktionen des Web Publisher Pro und der Preis überzeugten dann endgültig.
„Vielen Leuten das System ohne zusätzlichen Lizenzaufwand zugänglich machen - das hat uns endgültig überzeugt. Es gab Systeme, die haben ein kleines Vermögen gekostet. Da war Cumulus eher noch moderat.“
Schulyok hat es sich nicht nehmen lassen, Cumulus selbst zu implementieren. Bei dem Umfang der Datenverwaltung werden anderswo Projektgruppen gebildet und Consultants kriechen unter jeden Schreibtisch mit PC. Anders bei ANDRITZ HYDRO:
„Die Cumulus Manuals sind ausgezeichnet. Nach drei Tagen hatte ich das System komplett im Griff.“
Schulyok machte das „Projekt Cumulus“ soviel Spaß, dass er es zum Thema der Abschlussprüfung in der Lehrausbildung machte. Selbst der Auszubildende brachte in zwei Wochen eine vollständige Testinstallation mit Projektbeschreibung und Dokumentation zu Wege.
Noch nicht vorbreitet war Cumulus auf das typische Bildformat der Konstrukteure: TIFF G4 ermöglicht das Speichern großer Bilder, z.B. in DIN A0. Obwohl die Verwaltung funktionierte, war der interne Viewer von Cumulus doch ungeeignet für Vorschaubilder. Abhilfe schuf hier ein eher unkonventioneller Trick. Schulyok setzte kurzerhand das Shareware-Programm Irfan-View auf Cumulus auf. Einfach, preiswert und trotzdem sicher.
Inzwischen arbeiten sämtliche Techniker, Konstrukteure und Werkstattmitarbeiter mit Cumulus. Mit wenigen Klicks erhalten sie sofort das richtige Dokument, um Fertigung, Wartung und Reparatur der gigantischen Wasserräder oder anderer Bauteile auszuführen.
Jedes Dokument, das durch den Großkopierer läuft, wird direkt in Cumulus abgelegt. Die Ablösung des Mikrofilms ist gelungen.
ANDRITZ HYDRO ist verpflichtet, seine Konstruktionszeichnungen 80 Jahre lang aufzubewahren.

Nachher:
Canto Cumulus wird einmal drei Millionen technische Zeichnungen verwalten.
Auch wenn niemand weiß, wie dann unsere Computer aussehen werden - Michael Schulyok ist sich sicher, mit Cumulus eine langlebige Lösung gefunden zu haben. Auch in 80 oder 100 Jahren soll die Eingabe der Projektnummer reichen, um in weniger als einer halben Sekunde alle Zeichnungen zu finden.
„Ganz ohne Update wird, das wohl nicht gehen, oder“, fragt der sympathische Schweizer.