In einer digitalen Welt, in der eine große Bandbreite von Produkten und Services für jeden greifbar sind, kann der Markenwert ein entscheidender Faktor im Kaufprozess sein. Deswegen gehört ein gutes Brand Management in jede Erfolgsstrategie. Wenn du die Grundlagen verstanden hast und diese richtig anwendest, sorgt dies dafür, dass dein Unternehmen und seine Produkte beständiger sind. Die Topmarken der Welt kennen Ihren Markenwert bereits und müssen kaum Budget für das Branding ausgeben. Sie wissen, wie welche Strategie sie anwenden müssen, um ihre Marke nachhaltig zu stärken. Hier beschreiben wir fünf einfache und effektive Aufgaben im Brand Management, die zum Erfolg führen.

Das Alleinstellungsmerkmal nutzen

Dein Alleinstellungsmerkmal (Unique Selling Proposition, USP) unterscheidet dich und deine Markenführung von der Konkurrenz. Ein zeitloses Beispiel ist M&M’s „Schmilzt im Mund, nicht in der Hand“. Dieser Logan spiegelt ihren USP wider und zeigt, wo der Markenwert liegt. Es impliziert, dass die Süßigkeiten anderer Hersteller in der Hand schmelzen und M&M’s sich darin von diesen unterscheiden.

Der erste Schritt, um dein Alleinstellungsmerkmal zu erkennen, besteht darin zu verstehen, wo sich dein Produkt und Unternehmen am Markt positioniert. Wie unterscheidet sich dein Produkt von der Konkurrenz? Ist es beispielsweise robuster oder preiswerter? Und worin unterscheidet sich dein Unternehmen? Vielleicht ist es innovativer und flexibler? Wichtig ist, dass du es definierst. Halte es am besten schriftlich fest. Beispielsweise sagst du: „Mein Unternehmen ist das kreativste und unser Produkt ist das hippste.“

Sobald du das Alleinstellungsmerkmal festgelegt hast, kannst du die nächsten Schritte einleiten. Nimm diese etwas allgemeine Beschreibung und wandel sie in eine sexy Schlüsselbotschaft um. Sie wird die Basis deiner Brand Management Aufgaben bilden. Du wirst überrascht sein, wie häufig sie auftaucht. Es wird eine der wichtigsten Aufgaben eines Brand Manager sein, diese Schlüsselbotschaft zu verbreiten.

Deine Schlüsselbotschaft bildet die Basis deiner Brand Management Aufgaben

Entwickle deine Marke im Hinblick auf das Zielpublikum

Wenn du eine Markenstrategie entwickeln willst, solltest du mit anderen zusammenarbeiten und dir ihren Buy-in sichern. Durch das Mitwirken anderer Abteilungen und externer Interessensvertreter kannst du Sichtweisen hinsichtlich deiner Marke berücksichtigen, an die du noch nicht gedacht hast. Dein Produktteam weiß beispielsweise am besten, wie deine Kunden das Produkt verwenden. Diese Information kann bei den Kaufprozessen einen reibungsloseren Ablauf ermöglichen. Möglicherweise kennt sich das Vertriebsteam mit der Konkurrenz am Markt besser aus und kann dir daher sagen, wie sich der Markt entwickelt. Auch die Partner und Kunden haben sicherlich unterschiedliche Standpunkte beizutragen.

Für das Verständnis der Marke ist diese Unterstützung durch andere wichtig, damit das ganze Unternehmen die Markenbotschaft vermitteln kann. Und das wiederum ist ein großer Bestandteil der Markenkonsistenz. Du solltest sicher sein, dass jede Abteilung weiß, wie die Marke an Externe, wie Kunden, Partnern und Lieferanten, repräsentiert und kommuniziert wird. Mache die Mitarbeiter deines Unternehmens zu Markenbotschaftern.

Wenn du bei der Entwicklung die Meinungen und Rückmeldungen von Kollegen bedenkst, wird deine Marke ganzheitlicher und für alle vertretbarer. Kunden, die deine Kollegen bei Konferenzen oder im Büro treffen, werden sofort wissen, wofür deine Marke steht und ihre Verbindung zu deinem Unternehmen und Produkt verstehen.

Es ist wichtig, seine Zielgruppe zu kennen. Involviere andere Abteilungen bei deiner Recherche.

Förderung des Markenbewusstseins durch Marketing Communications

Du kannst die innovativste Marke der Welt kreieren, aber wenn niemand davon hört, nützt es nichts, oder? Die Stärkung eines Markenbewusstseins ist – implizit wie explizit – Teil jeder Marketingaktivität. Stelle sicher, dass deine Marke effektiv und effizient vermarktet wird, indem du jede Auswirkung einer Marketingaktivität auf deine Marke beachtest. Das gilt für jeden Kanal und alle Marketing-Communications-Aktivitäten.

Effektives Vermarkten heißt, den richtigen Kanal und die angemessenen Maßnahmen zu wählen. Repräsentiert deine Marke beispielsweise Innovation und Bleeding-Edge-Technologie, ist es möglicherweise eine gute Idee, die Marke über Content-Marketing auf einem Kanal wie LinkedIn zu bewerben. Du könntest eine Vordenkerrolle in Bereich technischer Innovation einnehmen und deine Marke als Visitenkarte deiner wichtigsten Botschaften einsetzen. Das sollte subtil erfolgen, zum Beispiel eine Botschaft in der Verfasserzeile, die deine Position und dein Unternehmen zeigt.

Und wie kannst du deine Marke effizient bewerben? Viele der von dir bereits genutzten Kanäle können für das Markenmarketing angepasst werden. Viele Marketingfachleute nutzen kostenpflichtige Social Media für das Produktmarketing. Aber mit einigen einfachen Änderungen an den Anzeigen kannst du diese Kanäle zur Gewinnung von Followern auf deiner Markenseite einsetzen. Auf LinkedIn kann man beispielsweise Follower von Unternehmen anvisieren. Marken lassen sich auf diesen Kanälen auch kostenlos bewerben, indem effektiv gute Markenbotschaften in einem interessanten Social-Media-Content genutzt werden. Siehe dir deine Lieblingsmarken auf Social Media an, möglicherweise erhältst du gute Eingebungen für dein Produkt.

Die Mitwirkung von Marketing Communications ist wesentlich für die Brand-Management-Strategie.

Lass Influencer deine Marken bewerben

Die effektivste Weise, deine Marke zu bewerben, ist, es jemand anderen machen zu lassen. Dazu ist sicher niemand besser geeignet als der sogenannte Influencer, ein Meinungsmacher, dem dein Zielpublikum bereits vertraut. Die Theorie dahinter ist einfach. Wenn ich dir sage, dass etwas großartig ist, aber ich auch derjenige bin, der es verkauft, klingt das vielleicht verdächtig. Aber jemand, der kein begründetes Interesse hat, ist vertrauenswürdiger und es ist wahrscheinlicher, dass man dessen Meinung glaubt. Dies wird der Third-Person-Effekt genannt.

Mit dem Aufkommen des digitalen Markts tauchten in allen Bereichen Meinungsmacher auf und nahmen die Rolle ein, die früher von Journalisten und Wertungsunternehmen ausgefüllt wurde. Führe eine Suche in Social Media durch, um zu sehen, welche Meinungsmacher in deiner Branche auftreten. Es gibt auch Agenturen, die deine Marke mit möglicherweise unterstützenden externen Sprechern zusammenbringen.

Der Aufbau und Erhalt einer Beziehung mit einem Meinungsmacher ist eine große Herausforderung, aber mit etwas Geschick kann daraus eine gegenseitig nutzbringende Partnerschaft entstehen. Engagement ist dabei der Schlüssel. Wie bei jeder anderen Beziehung zählt die Kommunikation. Dies erfolgt in der Regel über Social Media, aber es gibt weitere wichtige Gelegenheiten wie Live-Events und Webinare. Im Umgang mit Meinungsmachern sollte jedoch in jedem Fall deren Unvoreingenommenheit respektiert werden.

Die Markenkonsistenz bewahren

Menschen kommen und gehen, Prozesse und selbst Produkte ändern sich, aber deine Marke ist der Fels in der Brandung. Während eine stetige Entwicklung der Marke wichtig ist, bleibt die Kernmarke dieselbe. Ein Teil der Marke, dessen Handhabung schwierig sein kann, sind die visuellen Elemente, die die Marke repräsentieren. Die Bilder, Videos, Farbbereiche und Logos sind schneller erstellt, als ihre einheitliche Nutzung gewährleistet wäre. Der Einsatz der richtigen Tools kann dies jedoch vereinfachen.

Der Mittelpunkt deines visuellen Brand Managements sollte immer das Digital Asset Management (DAM) System sein. Mit einem DAM kannst Du ganz einfach digitale Assets wie Bilder, Videos, Präsentationen, Logos, Designdateien, Dokumente und andere Markenassets wie Metadaten zur besseren Durchsuchbarkeit speichern.

Finde heraus, welchen DAM-Anbieter dein Unternehmen nutzt. Einige Unternehmen verfügen über ein Inhouse-System. Die IT-Abteilung wird mehr darüber wissen. Wenn bereits ein DAM-System eingerichtet und es intuitiv und benutzerfreundlich ist, solltest du sicherstellen, dass es in den Arbeitsabläufen aller integriert ist. Dadurch wird das Brand Management sehr viel einfacher und du kannst effizienter bessere Inhalte erstellen.

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