Wenn Sie E-Mails versenden, wollen Sie natürlich auch sichergehen, dass sie in den Posteingängen Ihrer Abonnenten gut aussehen. Angesichts der unzähligen verfügbaren E-Mail-Clients ist es jedoch unrealistisch, die eigenen E-Mails für jeden davon optimieren zu wollen. Konzentrieren Sie sich besser auf die beliebtesten E-Mail-Programme – damit decken sie wahrscheinlich den Großteil Ihrer Empfängeliste ab.

Aber welche E-Mail Clients sollten Sie priorisieren? Die E-Mail-Analyseplattform Litmus hat fast 10 Milliarden geöffnete E-Mails ausgewertet, um herauszufinden, welche Anwendungen die Nutzer am häufigsten einsetzen. Hier ist das Ergebnis.

Die beliebtesten E-Mail-Programme nach Beliebtheit

Mit Abstand sind Apple iPhone und Google Mail die beliebtesten E-Mail-Programme. Zusammen machen sie 65% aller von Litmus analysierten E-Mail-Clients aus.

An dritter Stelle steht Apple Mail (für den Desktop) mit einem Anteil von lediglich 10%. Die Desktop-Version von Outlook liegt mit 7% auf dem vierten Platz.

Eine Übersicht zeigt die Marktanteile für die beliebtesten E-Mail-Programme.
Quelle: Litmus 2020 State of Email Engagement Report

Warum E-Mail-Clients wichtig sind

Sie kennen nun die beliebtesten E-Mail-Programme. Jetzt können Sie sich ganz darauf konzentrieren, dass Ihre E-Mails für iPhone und Google Mail optimiert sind.

Was heißt das aber konkret? Dazu müssen Sie folgende Punkte beachten.

Optimierung für mobile Endgeräte – Mobilfreundliche E-Mails gehören seit langem im E-Mail-Marketing zum guten Ton. Die folgenden Zahlen verdeutlichen, warum das so wichtig ist. Denn Litmus zufolge werden 39 % aller E-Mails (unabhängig vom verwendeten Programm) auf dem Handy geöffnet.

Länge der Betreffzeilen – Achten Sie beim Verfassen der E-Mail-Betreffzeilen darauf, dass sie auf einem iPhone-Bildschirm nicht abgeschnitten werden.

Voransicht einer E-Mail auf dem iPhone, die eine Betreffzeile an einem sehr ungünstigen Punkt abschneidet.

HTML-Funktionalität – Verschiedene E-Mail-Clients unterstützen unterschiedliche HTML-Funktionen. Wenn Sie beispielsweise Videos in E-Mails einbetten und dazu HTML verwenden, werden einige Anwendungen diese anzeigen, andere nicht. Sofern Sie ein E-Mail-Marketing-Programm verwenden, brauchen Sie sich hierüber nicht den Kopf zu zerbrechen. Solche Werkzeuge kodieren Ihre E-Mails in einer Weise, dass sie auf den meisten Clients gut aussehen.

Testprioritäten – Es empfiehlt sich immer, vor dem Versand an Ihre gesamte Mailingliste eine Test-E-Mail zu versenden. Dafür müssen Sie nicht zwingend bei jedem beliebigen E-Mail-Programm ein Konto anlegen, doch ist es sinnvoll, in Ihrer Testliste eine E-Mail-Adresse bei Google Mail sowie einen iPhone-Benutzer zu haben.

Überprüfen Sie Ihre eigene Mailingliste auf die beliebtesten E-Mail-Programme

Die von Litmus gesammelten Daten basieren auf Milliarden von geöffneten E-Mails. Das ist zwar ein ziemlich guter Datensatz, aber vergessen Sie nicht, dass jede Mailingliste einzigartig ist. In einem B2B-Unternehmen gibt es vielleicht mehr Outlook-Nutzer als bei einer Endverbrauchermarke. Manche E-Mail-Programme sind in bestimmten Ländern sehr verbreitet, während sie in anderen kaum bekannt sind.

Werfen Sie also einen Blick auf Ihre eigene E-Mail-Auswertung und überprüfen Sie, mit welchen Clients die Menschen Ihre E-Mails öffnen. Mit diesem Wissen ausgestattet, können Sie Ihre Kampagnen noch weiter optimieren und für Ihre Abonnenten ein unvergessliches E-Mail-Erlebnis schaffen.

Kate Lindemann

Kate Lindemann | Canto

Kate ist Spezialistin für Marketing und digitale Kommunikation und hilft Marken dabei, mit ihren Kunden in Kontakt zu treten – vom Verfassen der perfekten Botschaft bis hin zur optimalen Umsetzung.