Diese Fehler sollten im Video-Marketing vermieden werden

   

Video-Marketing ist der neue Standard

Um sich aus der unüberschaubaren Masse an Texten und digitalen Bildern hervorzuheben, setzen viele Branchen bereits seit einiger Zeit verstärkt auf Video-Marketing. Der Trend wird zahlreichen Studien zufolge auch im nächsten Jahr weitergeführt, indem Marketing-Experten mit neuen Formaten und Medien experimentieren. Dieser Artikel beleuchtet aktuelle Trends und Studien zum Thema Video-Marketing und soll dir helfen, typische Fehler zu vermeiden und von den neuesten Erkenntnissen anderer Video-Marketing-Experten zu profitieren.

Laut einer Umfrage will knapp die Hälfte aller Marketing-Entscheider vermehrt auf YouTube setzen, 13% wollen auf Snapchat als neuen Sozialen Video-Kanal setzen. Derweil werden auch Facebook-Videos immer beliebter, weil die Inhalte über das soziale Netzwerk direkt abgespielt werden können, ohne zusätzliches Vorladen – allerdings ohne Ton, was zur Folge hat, dass 85% aller Facebook-Videos stumm angeschaut werden. Entsprechend werden Untertitel eingesetzt, um neuen Nutzergewohnheiten gerecht zu werden.

Videos funktionieren im Marketing besser als alles andere

Während sich auf dem Gebiet Video-Marketing viel tut, ist branchenübergreifend klar, dass Videos sinnvoll sind, um online erfolgreich im Marketing zu sein – sowohl für Unternehmen im B2C wie auch im B2B-Bereich. Wer noch nicht überzeugt ist, hier ein paar aktuelle Statistiken:

  • Viermal mehr Webseiten-Besucher schauen sich lieber ein Video an als einen Text zu lesen
  • Videos eignen sich gut für Social Media, weil sie bis zu 1200% mehr Shares als bei Text- oder Bild-Inhalten zusammen erzielen
  • Video-Konsum steigert die Kaufbereitschaft um 97%, die Verknüpfung mit der Marke sogar um 139%.
  • Über Suchmaschinen generieren Videos 41% mehr Traffic
  • Landingpages mit Videos konvertieren 80% besser
  • 70% aller befragten Marketing-Experten geben an, dass Video-Content ihrer Erfahrung nach besser konvertiert als alle anderen Medien
  • 40% aller Konsumenten sagen selber, dass Video-Inhalte Kaufentscheidungen gerade auf Mobilgeräten erleichtern
  • “How to”-Suchen bei YouTube haben um 70% zugenommen

Hauptsache Video-Marketing also und dann läuft alles rund? Ganz so einfach ist das Thema Video-Marketing leider nicht. Denn je mehr Unternehmen auf Videos setzen, desto gigantischer wird auch der Content. Dazu ein kleiner Vergleich:

In 30 Tagen werden im Moment mehr Video-Minuten allein bei Youtube hochgeladen als die drei größten US-Fernsehsender in 30 Jahren produziert haben.

Gleichzeitig stellt die Bearbeitung von so viel Video-Content Marketing-Teams vor neue Herausforderungen. Wie lassen sich die oft aufwändig produzierten Clips am besten nutzen, publizieren und archivieren? Alles auf YouTube laden und dann?

Die wichtigste Statistik, die allen Marketing-Entscheidern zu denken geben sollte ist nämlich der Umgang mit Video, der häufig noch hinterherhinkt, denn:

Nur 27% aller Marketing-Abteilungen haben Prozesse, um visuellen Content wie Videos zu sammeln, zu organisieren und optimal im Team zu benutzen.

Warum geht hier viel Potential von den Videos verloren? Um auf die traumhaften Conversion-Rates zu kommen, muss man sich veranschaulichen, wie Videos benutzt werden, wo die Herausforderungen liegen und wie die Video-Workflows optimal aussehen würden.

Der Weg zur eigenen Video-Marketing-Strategie

Der erste Schritt zu einem guten Video-Marketing besteht darin anzuerkennen, dass Marketing mit Videos eine gute Strategie für die Kommunikation und eine optimale interne Verwaltung voraussetzt.

Das liegt natürlich zum einen an der großen Frage, wie man sein Publikum am besten ansprechen kann. Mit welchen Themen, Formaten und auf welchen Kanälen erreiche ich meine Zielgruppe am besten? Und wenn ich über die benötigten Ressourcen verfüge: Lasse ich Videos In-House produzieren, weil ich am besten weiß, wie unser Produkt funktioniert oder gebe ich so etwas raus, weil eine externe Produktionsfirma das Know-How hat? All diese Fragen sind sehr spezifisch und lassen sich nur für eine konkrete Branche, ein einzelnes Unternehmen oder eine bestimmte Kampagne beantworten. Mit anderen Worten: Studien und Best Practices sind ein guter Startpunkt. Entscheidend ist aber die Strategie, die du spezifisch für dein Unternehmen entwirfst.

Viel grundsätzlicher und letztlich genauso wichtig wie das Inhaltliche ist die Frage nach den Workflows im Team. Wer stellt Videos ein und vor allem wo? Wer gibt die Inhalte vorher frei und wie werden die Inhalte archiviert? Gibt es eine Möglichkeit Clips einfach wiederzuverwerten, wenn sich das bei einer neuen Kampagne anbietet? Und was weiß ich überhaupt darüber, wie meine Videos genutzt werden? Ein gutes Video-Marketing-Konzept hat zumindest auf all diese Fragen eine Antwort. Wie immer im Marketing sollten solche Dinge nicht in Stein gemeißelt sein, denn Sachen, die heute funktionieren, können schon morgen am Publikum vorbei laufen. Deshalb solltest du auf dem Schirm haben, dass Strategien und Konzepte regelmäßig überprüft und angepasst werden müssen.

Viele Lösungen, welche funktioniert?

Sobald die Prozesse für Video-Marketing geklärt sind, geht es um die Frage, wie sich diese Maßnahmen technisch Umsetzen lassen. YouTube und Facebook sind Plattformen, auf denen sich mit Videos Zielgruppen sehr gut erreichen lassen. Sie bieten aber kaum Funktionen, um Videos zu organisieren. Für professionelles Video-Management stehen eine Reihe an Anbietern zur Auswahl, die effizientes Video-Publishing anbieten und dafür entsprechende Rechenkapazitäten und ein Content Distribution Network (CDN) haben.

Eine Rolle bei der Wahl des Anbieters und der Konzeption der Video-Marketing-Strategie spielt auch die Frage, wo und wozu die Videos eingesetzt werden sollen. In unserem letzten Webinar haben wir bei unseren Teilnehmern mal nachgefragt, wozu sie eigentlich Videos verwenden:

Der Schwerpunkt auf Produktmarketing und Marken-Kommunikation überrascht nicht angesichts der vielen Vorteile, die Video-Marketing bietet, um Produkte vorzustellen und mit einer Marke zu verknüpfen. Immerhin knapp die Hälfte unserer Webinar-Teilnehmer verwendet Videos aber auch, um über Events zu berichten oder für andere Maßnahmen wie E-Learning und im Personalbereich.

Gerade wenn Videos für unterschiedliche Zwecke verwendet werden sollen, ist es umso wichtiger den Überblick zu behalten. Während die Produkt-Videos sicherlich auch sinnvoll auf YouTube eingesetzt werden können, sind die Recruiting-Videos möglicherweise eher auf der Unternehmens-Website im Einsatz. Gut strukturierte Workflows und eine passende Video-Cloud-Lösung bilden hier hier eine gute Ergänzung?

Warum nur Ergänzung? Ein wichtiger Punkt, der für gutes Video-Marketing eine wichtige Rolle spielt ist, dass Videos nicht isoliert betrachtet werden können. Auch die besten Video-Inhalte sollten immerhin Teil einer Kampagne sein. Was bringt ein gutes Produktvideo, wenn es nicht auf eine Landingpage verlinkt, die etwas mit dem Video zu tun hat? Und in Bezug auf die Workflows im Marketingabteilung: Was bringt es, Videos in einem externen Video-Tool zu verwalten, wenn der Rest des Contents woanders liegt?

Digital Asset Management für Video-Marketing

In zahllosen Kundenprojekten, die unser Professional Services-Team in den letzten Jahren durchgeführt hat, haben wir bei Canto immer wieder die Erfahrung gemacht, dass ein durchdachtes Konzept für Digital Asset Management (DAM) ein entscheidender Faktor bei der Verwaltung von Video-Dateien und den funktionierenden Ablauf von Workflows sein kann. 

MENU