Die Kaltspeicherung von Daten (Cold Data Storage) erlaubt es Unternehmen, nicht oder nur selten genutzte Daten abseits der Hauptdaten zu speichern und so ihre Dateien besser zu organisieren. Falls Sie im Zuge effizienterer Speichernutzung bereits über die Verwendung eines eigenen Kaltdatenspeichers nachgedacht haben, ist dieser Artikel ein guter Ausgangspunkt für Sie. Im Folgenden betrachten wir die wichtigsten Funktionen und einige leistungsstarke Vorteile eines solchen Speicherssystems.

Was ist Cold Data Storage?

Bei der Cold Data Storage werden selten genutzte Daten von aktiv verwendeten Daten separiert und vom System an einem bestimmten Ort abgelegt. Der Zugriff auf die Inhalte eines Kaltdatenspeichers dauert zwar länger, allerdings werden Verzögerungen beim Zugriff auf die Funktionsdaten vermieden. Für technologisch fortschrittliche Unternehmen ist ein Kaltdatenspeicher eine zeitgemäße Notwendigkeit.

Man kann sich das System anhand von Verträgen vorstellen. In der Regel unterschreiben Sie bestimmte Verträge (sie entsprechen den Daten in einer Cold Storage), z.B. einen Arbeitsvertrag, mit dem Sie die Bedingungen Ihrer Tätigkeit für ein Unternehmen festlegen. Dann legen Sie diese Dokumente an einem sicheren Ort ab, da sie fast nie gebraucht oder wieder hervorgeholt werden.

Es gibt andere Dokumente (aktive Daten), die sie gemeinsam nutzen, bearbeiten und auch wieder entsorgen. Solche Dokumente werden zwar häufiger verwendet – wichtiger als die Verträge (Daten) in Ihrer Cold Storage sind sie deshalb aber nicht.

Eine Abbildung von Händen, die in einem Aktenschrank verschiedene Papiere durchgehen.
Eine Datenspeicherung in der Cloud kann man mit einem wichtigen Dokument vergleichen, das zur sicheren Aufbewahrung archiviert wird.

Für wen eignet sich Cold Data Storage?

Unternehmen, die auf einen umfangreichen Datenbestand zugreifen, sind auf einen dedizierten Server als Kaltdatenspeicher angewiesen. Gleichermaßen brauchen sie einen separaten Standort für seltener genutzte Daten. Da auf diese Weise schneller und reibungsloser auf aktive Daten zugegriffen werden kann, ist die Effizienz des Unternehmens gewährleistet. Wird ein Server ausschließlich für aktive Daten genutzt, wird er durch den Zugriff auf die Daten im Kaltspeicher nicht beeinträchtigt.

Auch Unternehmen, die große Mengen an wichtiger Aufzeichnungen verwalten, sind auf ein Cold Data Storage-System angewiesen. Sämtliche Informationen, die weniger als einmal innerhalb eines Zeitraums (monatlich, jährlich oder in einem Jahrzehnt) benötigt werden, werden getrennt von den stark frequentierten Dateien gespeichert. Des Weiteren ist dies für Unternehmen von Vorteil, die mit juristischen Unterlagen arbeiten und von Zeit zu Zeit auf ältere Akten zurückgreifen müssen.

Eine digitale Abbildung verschiedener Daten.
Unternehmen mit wachsenden Datenbeständen brauchen umfangreiche Speichermöglichkeiten.

Die Vorteile von Cold Data Storage

Die Verwendung von Cold Data Storage-Systemen bringt eine Reihe von Vorteilen mit sich, wobei einige davon mehr herausstechen als andere. Die folgenden Grundfunktionen scheinen für Unternehmen von größerer Bedeutung zu sein als andere:

Kostenfaktor

Eine effiziente Cold Data Storage kann dem Unternehmen Geld sparen, da sie auf günstigeren Servern implementiert werden kann. Diese sind kosteneffizient, da sie weniger Geschwindigkeit und Wartung benötigen. Da diese Server auch seltener beansprucht werden, verbrauchen sie auch weniger Strom, kommen mit einer geringeren Rechenleistung und weniger Funktionen aus.

Ein Mann mit einem Taschenrechner überprüft einige Papiere.
Cold Data spart Kosten ein, weil die Daten auf günstigeren, langsameren Servern gespeichert werden.

Geschwindigkeit

Ein Kaltdatenspeicher arbeitet wesentlich langsamer als die normalen Server eines Unternehmens – und das ist auch gut so. Der Geschwindigkeitsverlust ist sowohl vorteilhaft als auch nachteilig, denn auf die aktiven Daten kann viel schneller zugegriffen werden. Der Grund dafür ist, dass auf den aktiven Servern weniger Daten gespeichert sind. Darüber hinaus werden weniger Daten auf einmal abgerufen.

Interne Organisation

Mit einem dedizierten Speicherort verbessert sich die interne Organisationsstruktur und die Datenverwaltung wird vereinfacht. Zusätzlich unterstützt sie die Erstellung und Pflege einer Datenhistorie (Datenherkunft, oder auch Data Lineage genannt). Indem die kalten Daten aus dem Bestand der aktiven Daten herausgenommen werden, optimieren sich auch die täglichen Betriebsabläufe im Unternehmen.

Kalte – also selten genutzte – Daten gehören auf kostengünstige, ausgelagerte Server. Stellen Sie für diese Kaltdaten einen dedizierten Speicherplatz zur Verfügung, damit Ihre täglichen Arbeitsprozesse schnell und reibungslos vonstatten gehen. Je mehr Ihr Unternehmen expandiert, desto größer wird auch Ihr Bedarf an einer Speicherlösung für Kaltdaten. Konzentrieren Sie sich daher rechtzeitig auf die Entwicklung einer geeigneten Infrastruktur für eine Cold Data Storage, um die Effizienz Ihres Unternehmens weiter zu steigern.

Casey Schmidt – Content Manager and Industry Expert | Canto

Casey Schmidt ist Content Manager bei Canto und interessiert sich dafür, komplexe Themen zu erfassen und für unsere Leser leicht verständlich zu machen.