Das TIFF-Bildformat – der unkonventionelle, sichere Dateityp

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Das TIFF ist ein ganz spezielles Dateiformat mit besonderen Eigenschaften und interessanten Sicherheitsaspekten. Hier erfahren Sie mehr darüber, wo sich das TIFF-Bildformat in die Familie der Bildformate einfügt.

Was ist das TIFF-Bildformat und wie öffnet man es?

Die Abkürzung TIFF steht für Tagged Image File Format. Es handelt sich um ein Rasterbildformat, das in jeder Datei umfangreiche Metadaten speichert. Für Anwender mit vertraulichem Bildmaterial, die auch auf ihren Speicherplatz achten müssen, ist dieses Format eine zuverlässige Option. Sowohl Windows- als auch Mac-Betriebssysteme verfügen über integrierte Fotoanzeigesoftware, mit der sich TIFF-Bilder öffnen und betrachten lassen.

Wie sicher sind TIFF-Dateien?

Das TIFF-Bildformat ist eines der sichersten Bildformate, das über herausragende Sicherheitsmerkmale verfügt, die es nur bei .tiff gibt. Der größte Pluspunkt für die Sicherheit ist die Transparenz der Daten in jeder TIFF-Bilddatei. Nicht nur wird dadurch gewährleistet, dass die Benutzer schon vor dem Öffnen der Datei die Informationen über das Foto begutachten können. Dieser Aspekt verhindert zudem, dass sich ein möglicher Viruscode in der Datei verbergen kann.

Ein Computerbildschirm zeigt eine Virenwarnung an, was mit dem TIFF-Bildformat nicht passieren kann.
Das TIFF-Bildformat verhindert, dass sich in seinen Bilddaten Virencodes verbergen.

Als Dateiformat verhindert TIFF, dass Benutzer die Bilder mit Links versehen können, wodurch die Integrität der Datei verletzt würde. Ein Beispiel: Wenn Benutzer einen Link klicken, der sich auf einem Bild befindet, enthüllen sie manchmal bestimmte Informationen, wie z.B. ihren Standort mittels ihrer IP-Adresse. Daher ist das TIFF-Bildformat anderen Grafikdateiformaten hinsichtlich der Privatsphäre einen Schritt voraus. Außerdem lassen sich TIFF-Dateien nur sehr schwer manipulieren. Damit sind sie ideal für den Umgang mit vertraulichen Daten geeignet.

Was ist der Unterschied zwischen TIFF und JPEG?

TIFF-Dateien sind viel größer als JPEG, was auf die verschiedenen Komprimierungsverfahren zurückzuführen ist. Wird eine TIFF-Datei in eine kleinere Dateigröße komprimiert, bleiben die Daten erhalten. JPEG hingegen kann bei der Komprimierung auf eine kleinere Größe einige Daten verlieren. TIFF-Dateien können nur mit einem wesentlich höheren Aufwand bearbeitet werden und werden weniger häufig als Bild genutzt.

Vorteile von TIFF

Das TIFF-Bildformat bietet im Vergleich zu anderen Bilddateitypen einige sehr spezielle Vorteile. Hier sind einige dieser außergewöhnlichen Vorzüge:

Hohe Auflösung, verlustfreie Kompression

Bei der Komprimierung werden Fotoaufnahmen zur Benutzerfreundlichkeit und Speicherung auf eine geringere Dateigröße reduziert. Allerdings führen die meisten Kompressionsverfahren zu einem Verlust an Qualität oder Auflösung. Bei TIFF kommt dagegen eine verlustfreie Komprimierung zum Einsatz, bei der die ursprüngliche Qualität bewahrt und gleichzeitig die Dateigröße verringert wird.

Eine Abbildung des Dateisymbols für das TIFF-Bildformat.
Das TIFF ist eine hochauflösende Bilddatei.

Platzsparende Dateigröße

Das Dateiformat .tiff ist in der Lage, die Größe von Bilddateien drastisch zu verringern. Aufgrund der üblichen Größe von TIFF-Bildern ist dies ein wichtiger Qualitätsfaktor. Weil der Trend zunehmend in Richtung Cloud-Speicher geht, entwickelt sich auch die Bedeutung des TIFF-Bildformats exponentiell. Dies gilt insbesondere dann, wenn das gewählte Cloud-System selbst begrenzte Speicherkapazitäten hat.

Fortschrittliche Metadatenspeicherung (GeoTIFF)

Die nächste Eigenschaft ist besonders für solche Benutzer wichtig, die die bestmögliche Methode zum Speichern von Georeferenzdaten in ihren Bilddateien suchen. In einem GeoTiff werden Metadaten als Teil einer TIFF-Bilddatei gespeichert. Diese liefern dem Benutzer wertvolle Informationen über die GPS-Position und die Koordinaten eines Bildes.

Abbildung der GPS-Koordinaten, die den Verlauf einer Straße kartieren.
Das TIFF speichert Metadaten, die für geografische Bilder hilfreich sind.

Nachteile von TIFF

Die besonderen Eigenschaften von TIFF sind zweischneidig – bisweilen hat die Verwendung eines seltenen Dateityps auch Nachteile. Zu diesen zählen die folgenden Dinge:

Mögliche Probleme mit der Webseitenkompatibilität

Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand TIFF-Bilder auf einer Webseite anzeigt, ist eher gering, sofern die Seite nicht ausdrücklich hochauflösende Bilder präsentiert. Eine Webseite zu erstellen, die statt JPEG oder PNG das TIFF-Bildformat verwendet, wäre schlichtweg überzogen. Das ist auf die enorme Dateigröße der Bilder zurückzuführen.

Schwer zu öffnen, schwierig zu bearbeiten

Die meisten Bilddateien lassen sich auf vielfältige Weise öffnen. Für TIFFs werden Sie leider immer häufiger auf Drittanbietersoftware zurückgreifen müssen. Hinzu kommt, dass die Bearbeitung von TIFF erheblich schwieriger ist. Die gängigste Methode für die Bearbeitung eines TIFF-Bildes involviert bedauerlicherweise zuerst die Konvertierung in ein anderes Bildformat. Dadurch kann der Benutzer die Datei zumindest mit den ihm vertrauten Hilfsmitteln bearbeiten.

Mit der Leistungsfähigkeit von TIFF bleiben Bildauflösung, Sicherheit sowie Metadateninformationen Ihrer Dateien gewahrt. Überprüfen Sie selbst, inwieweit es sich Ihren Anforderungen anpasst.

Casey Schmidt – Content Manager and Industry Expert | Canto

Casey Schmidt ist Content Manager bei Canto und interessiert sich dafür, komplexe Themen zu erfassen und für unsere Leser leicht verständlich zu machen.