Das Aaker Modell – So erschaffen Sie Ihre Markenidentität schrittweise

   

Das Aaker-Modell beschreibt den erfolgreichen Aufbau einer Marke. Die richtige Gestaltung der Markenidentität ist ein wesentlicher Teilaspekt dieses Unterfangens. Die Markenidentität ist ein sehr komplexes Konstrukt. Soll der Entwurf also möglichst perfekt werden, empfiehlt es sich, die nachfolgend aufgeführten Erläuterungen zum Modell im Detail zu studieren. Sie stellen detaillierte Ausführungen zu den Konzepten der Markenidentität entsprechend der Sichtweise des Aaker-Modells dar.

Geschichte und Hintergrund des Aaker-Modells

Das Modell wurde nach seinem Schöpfer benannt, dem Marketingprofi David Aaker. Es behandelt alle notwendigen Aspekte zur Schaffung eines Markenwerts. Weiterhin befasst sich das Modell schwerpunktmäßig mit der Markenidentität und bietet einzigartige Ansatzpunkte, mit der sich eine Markenidentität erfolgreich aufbauen lässt.

Für dieses Vorhaben liefert das Aaker-Modell die einzelnen Bestandteile. Wenn Unternehmen diese grundlegenden Prinzipien verstehen und verinnerlichen, sind sie in der Lage, das Modell umzusetzen und ihre Markenidentität zu entwickeln. Die Konzepte des Aaker-Modells, anhand derer Ihr Unternehmen seine Marke für zukünftige Geschäftsvorgänge stärken kann, werden nachstehend genauer betrachtet.

 Eine Mitarbeiterin arbeitet an einem Laptop und macht nebenher Notizen.
Das Aaker-Modell ist nach seinem Schöpfer David Aaker benannt und dient als Anleitung zur Entwicklung einer Marke.

Markenidentität schaffen durch Personalisierung und Beziehungen

Versuchen Sie, Ihrer Marke einen menschlichen Charakter zu verleihen. Gestalten Sie Öffentlichkeitsarbeit und Marketingaktivitäten so, dass die Menschen bestimmte Konzepte wie Emotionen, Werte und Liebenswürdigkeit mit Ihrem Unternehmen assoziieren. Diese Elemente lassen sich Zielgruppen und Kunden auf vielfältige Weise nahebringen. Starke Beziehungen sind das Fundament des persönlichen Ansatzes der Markenidentität. Indem Sie unternehmensweit Standards für die zwischenmenschliche Kommunikation etablieren, erzeugen Sie starke Beziehungen zu Ihren Kunden.

Markenpersonalisierung tritt auf, wenn ein Teil der Marke eines Unternehmens (wie z.B. das Logo) mit dem Gefühl des Menschseins assoziiert wird. Eine Sicherheitsfirma könnte beispielsweise einen Werbespot verwenden, in dem ihr Logo in einer animierten Sequenz einen Einbruch verhindert. Damit wird die Marke visuell zum Leben erweckt, während die Animation zeigt, was das Unternehmen tut. Überlegen auch Sie sich Wege, wie Sie Markenpersonalisierung einsetzen können, um sie als Bestandteil für die Entwicklung ihrer Markenidentität zu nutzen.

Eine Gruppe von Mitarbeitern diskutiert lebhaft und freudig in einer Runde.
Informieren Sie sich, wie Sie Ihre Marke mithilfe der Grundlagen des Aaker-Modells effektiv vermenschlichen können.

Markenidentität schaffen durch Messung verschiedener Produktfaktoren

Dieser Punkt dürfte wohl niemanden überraschen: Die Markenidentität eines Unternehmens hängt auch immer mit seinen Produkten zusammen – zum Guten wie zum Schlechten. Eine wahrheitsgetreue Bewertung des Produkts erfordert vielfältige Stufen und Faktoren. Dazu zählen unter anderem, wie ein Produkt wahrgenommen wird, welche Marktsegmente es verwenden und welche Eigenschaften dahingehend abgestimmt sind. Die tatsächlichen Nutzer bzw. die Nutzung des Produkts selbst stimmen nicht unbedingt mit den vom Unternehmen beabsichtigten Zielgruppen oder Anwendungsfällen überein.

So gab es beispielsweise früher ein Produkt namens “Pogs”, runde kleine Pappscheiben mit verschiedenen Motiven. Sie waren eigentlich als Teil eines Wurfspiels gedacht, bei den es darum ging, die gestapelten Scheiben mit einem geschickten Wurf umzudrehen. Und tatsächlich waren die Pogs sehr beliebt – allerdings aus einem ganz anderen Grund. Aufgrund der Vielfalt der Motive wurden sie bei den Kindern zu begehrten Sammel- und Tauschobjekten; fast niemand spielte damit in der ursprünglich vorgesehenen Art und Weise. Finden auch Sie bessere Möglichkeiten, wie Sie die Entwicklung Ihrer Markenidentität fördern können, indem Sie diese Faktoren berücksichtigen.

Eine kleine Gruppe Mitarbeiter bespricht gemeinsam ein Thema.
Stellen Sie sicher, dass Sie verstehen, wie Ihr Produkt von den Kunden verwendet wird.

Markenidentität schaffen durch Anpassung der Bildsprache und Symbole des Unternehmens

Für den Aufbau einer Markenidentität ist das Logo von wesentlicher Bedeutung. Es verkörpert alle Werte, die ein Unternehmen vertritt in einer klaren Botschaft. Jedes Mal, wenn eine Person ein Logo sieht und erkennt, verbindet sie es mit einer konkreten Firma. Darüber hinaus müssen sich Unternehmen auch darüber bewusst sein, welche Bildsprache und Symbolik sie in ihren Kampagnen und Projekten verwenden.

Nehmen wir beispielsweise einen Online-Verlag, der sich mit Kulinarik beschäftigt und entsprechende Publikationen herausgibt. Er könnte in jedem veröffentlichten Artikel ein Archivbild verwenden, das von den Redakteuren ausgewählt wird. Natürlich sollte das ausgewählte Bild zum jeweiligen Inhalt passen, das ist ganz klar. Aber welche Rolle spielen weitere Aspekte wie z.B. die Lichtverhältnisse? Auf welche Weise kann sich das Unternehmen seiner Zielgruppe am besten präsentieren? Nun, wenn sich der Verlag ausschließlich mit schwerer, deftiger Kost befasst, bietet sich eine eher schwächere Lichtgebung an. Auch solche Faktoren gilt es bei der Auswahl eines jeden Bildes zu berücksichtigen.

Ein wesentlicher Aspekt des Aaker-Modells ist das Layout für die Schaffung der Markenidentität. Indem Sie sich an das Modell halten und ein grundlegendes Verständnis für seine Konzepte erwerben, können Sie die Markenidentität Ihres Unternehmens in ihrer Reichweite fördern und ihre Anziehungskraft stärken.

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