Brand Management – 5 einfache und effektive Grundsätze

Verfasst am von

Marken müssen herausstechen, um ihre Produkte am Markt erfolgreich zu positionieren. Doch geben führende Unternehmen keine Unsummen für die Markenbildung aus. Sie setzen stattdessen zur kontinuierlichen Weiterentwicklung ihrer Marke auf strategisches Brand Management. Darüber hinaus bestimmt der Wert der Marke die Kaufentscheidung im heutigen digitalen Markt. Angesichts des breiten Spektrums an Produkten und Dienstleistungen, das jedem zugänglich ist, ist das Markenmanagement ein wichtiges Wachstumsfeld.

Was ist Brand Management?

Unter Brand Management – auch Markenmanagement oder Markenführung – versteht man die zielgerichtete Entwicklung der Wahrnehmung einer Marke im Markt. Der Aufbau einer positiven Beziehung zum Zielmarkt ist dabei unerlässlich für das Markenmanagement. Dies umfasst auch sämtliche Aspekte der Markenassoziation und -beziehung des Kunden in Verbindung mit der Kaufentscheidung. Auch die greifbaren Elemente einer Marke zählen dazu.

Das Brand Management ist ein zentraler Aspekt des Marketings, das den Wert eines Produktes steigert. Durch die Nutzung von positiver Bekräftigung im Zusammenhang mit der Bildsprache und den Schlüsselbotschaften einer Marke gewinnt das Unternehmen einen treuen Kundenstamm.

Welches sind die ersten Schritte zum Aufbau und zur Weiterentwicklung Ihrer Marke? Wir stellen Ihnen im Folgenden fünf einfache und effektive Grundprinzipien des Markenmanagements vor.

Nutzen Sie Ihr Alleinstellungsmerkmal

Ihr Alleinstellungsmerkmal (Unique Selling Proposition, kurz: USP) hebt Sie von Mitbewerbern ab. Als zeitloses Beispiel sei hier M&M’s Slogan genannt: „Schmilzt im Mund, nicht in der Hand.“ Dieser leitet sich aus einem der USP des Produkts ab, das M&M’s von anderen Süsswaren unterscheidet. Es war diese Differenzierung der Marke, die für den Erfolg von M&M’s entscheidend war.

Um Ihr Alleinstellungsmerkmal optimal vermarkten zu können, ist es notwendig, sich die Marktposition Ihres Produkts und Ihres Unternehmens zu vergegenwärtigen. Wodurch unterscheidet sich Ihr Produkt von denen anderer Anbieter? Ist es langlebiger oder kostengünstiger? Und was macht Ihr Unternehmen anders? Sind Sie innovativer oder nachhaltiger? Nutzen Sie die Antworten um eine Definition zu erstellen und schreiben Sie sie auf. Beispielsweise so: „Unser Unternehmen ist am kreativsten und unser Produkt am stylischsten.“

Haben Sie erst einmal Ihre USP definiert, müssen Sie sie ausbauen. Das machen Sie am besten in Form einer knackigen Schlüsselbotschaft. Diese verwenden Sie dann als Basis für Ihre Marketingaktivitäten – Sie werden überrascht sein, wie oft sie Ihnen wieder begegnet.

Mehrere Mitarbeiter stehen um einen Tisch herum und diskutieren eine neue Brand Management Strategie.
Seien Sie kreativ und entwickeln Sie eine Schlüsselbotschaft, die Ihre USPs einbezieht.

Steigern Sie den Bekanntheitsgrad der Marke mithilfe von Marketingkommunikation

Setzen Sie Ihre Schlüsselbotschaft, die sie auf Grundlage Ihrer USP erstellt haben, zur Vermarktung Ihrer Marke ein. Bei allen Marketingaktivitäten muss die Steigerung des Bekanntheitsgrades Ihrer Marke im Vordergrund stehen. Dies gilt für alle Kanäle und ist essentiell für das Brand Management. Durch die Messung und Auswertung dieser Marketingaktivitäten können Sie die effektive Vermarktung Ihrer Marke steuern.

Wählen Sie zur optimalen Präsentation Ihrer Marke das geeignete Medium und die passenden Mittel. Ist Ihre Marke innovativ und neu? Dann bewerben Sie sie über Content Marketing. Indem Sie sich als Vordenker für technologische Innovationen positionieren, setzen Sie Ihre Marke als Ihr ‚Aushängeschild‘ in Ihren Schlüsselbotschaften ein. Bleiben Sie dabei vor allem subtil! Eine kurze Botschaft in Ihrem Werbeauftritt, die Ihre Markenpositionierung aufzeigt, ist eine gute Strategie.

Einige Marketingexperten stimmen sich zu ihrer Brand Management-Strategie ab.
Der Einstieg über die Marketingkommunikation ist eine wichtige Brand Management-Strategie.

Entwickeln Sie Ihre Marke intern

Es ist entscheidend, dass Sie Ihre Marke von innen heraus gemeinschaftlich mit neuen Konzepten anreichern und weiterentwickeln. Sichern Sie sich dazu die Unterstützung anderer Abteilungen bzw. externer Interessengruppen. Auf diese Weise können Sie weitere Perspektiven einbeziehen, die Sie sonst möglicherweise übersehen würden. So ist beispielsweise das Produktteam bestens informiert, wie Kunden Ihr Produkt verwenden. Lassen Sie diese Informationen in ihre Marketingstrategie einfließen – sie werden den Kaufprozess vereinfachen.

Alle Ihre Mitarbeiter sind Markenbotschafter. Sorgen Sie dafür, dass Ihr gesamtes Unternehmen Ihre Marke kommuniziert. Die interne Akzeptanz ist für die Wahrung der Markenkonsistenz unerlässlich. Achten Sie darauf, dass jede Abteilung die Marke bei allen kommunikativen Aktivitäten mit Kunden, Partnern und Lieferanten vertritt.

Mit einem soliden Brand Asset Management zur Verwaltung der Markenelemente unterstützen Sie die Akzeptanz der Marke im Unternehmen. Interne Markenträger haben eine zentrale Anlaufstelle zum Herunterladen und Freigeben von Markenelementen und -materialien. Dadurch können sie diese innerhalb ihrer eigenen Teams leichter verbreiten und pflegen.

Mehrere Kollegen sitzen an einem Tisch voller Papiere und Kaffeetassen und diskutieren die Details einer Brand Management-Strategie.
Ein zentrales Grundprinzip des Brand Management ist die innerbetriebliche Akzeptanz der Marke.

Machen Sie Ihre Marke über Influencer bekannt

Eine besonders effektive Methode zur Vermarktung Ihrer Marke ist, wenn jemand anderes es tut. Kaum eine Person ist besser dafür geeignet als ein Influencer, also ein Meinungsmacher, der bereits das Vertrauen des Zielmarktes genießt. Man spricht hier vom Third-Person-Effekt. Die Theorie ist denkbar einfach: ein unabhängiger Dritter, der kein begründetes Eigeninteresse hat, wirkt vertrauens- und glaubwürdiger.

Doch kann es herausfordernd sein, eine Beziehung zu einem Influencer aufzubauen und zu pflegen. Mit dem richtigen Fingerspitzengefühl lässt sich jedoch eine fruchtbare Partnerschaft aufbauen. Der Schlüssel hierbei ist das richtige Engagement. Wie in jeder anderen Beziehung auch, ist die Kommunikation entscheidend. So können Sie sich z. B. über Social Media austauschen, aber auch bei Live-Veranstaltungen oder Webinaren ergeben sich vielfältige Gelegenheiten. Vor allem aber gilt beim Umgang mit Influencern, dass Sie ihre Neutralität respektieren müssen.

Ein Influencer spricht auf einer Konferenz über eine Marke.
Eine weitere Schlüsselstrategie des Brand Managements: Bringen Sie Influencer dazu, sich positiv über Ihr Unternehmen zu äußern.

Verwenden Sie Brand Management-Software

Mitarbeiter kommen und gehen, Prozesse und Produkte ändern sich, doch Ihre Marke ist der Fels in der Brandung. natürlich ist eine kontinuierliche Markenentwicklung wichtig, aber im Kern ändert sich die Marke nie. Fördern Sie die Markenentwicklung, indem Sie die visuellen Elemente verwalten, die die Marke repräsentieren. Speichern Sie Farbschemata und Logos in einer Branding Software, wenn Sie die Markendarstellung Ihres Unternehmens umgestalten möchten.

Zu den umfassendsten Brand Management-Systemen auf dem Markt zählt Digital Asset Management (DAM). Mithilfe eines DAM-Systems speichern Sie digitale Assets wie Bilder, Videos, Präsentationen, Logos, Designdateien, Dokumente und weitere Markenelemente, die zur einfacheren Suche und Freigabe über umfangreiche Metadaten verfügen. Als Nutzer von Dropbox, Box, Google Drive oder einem anderen Cloud-Speichersystem sind Sie diesen Lösungen wahrscheinlich bereits entwachsen. Der Wechsel zu einer fortschrittlichen Brand Management-Software ist daher empfehlenswert.

Wie Sie wissen, ist Markenmanagement für den Unternehmenserfolg von großer Bedeutung. Indem Sie sich auf die Grundprinzipien Ihres gesamten Vorgangs konzentrieren, erhöhen Sie Ihre Erfolgsaussichten.

Cory Schmidt - Head of Marketing I Canto

Cory ist ein SEO- und SEM-Experte, dessen Leidenschaft es ist, über Markenmanagement, Marketingtechnologie und das perfekte westliche Omelett zu diskutieren.