Brand Manager zeichnen sich als Verantwortliche für die Produkte und Dienstleistungen eines Unternehmens aus. Ihr Handeln prägt sowohl die interne als auch die externe Kommunikation und ist für das Unternehmensimage essentiell. Erfolgreiche Brand Manager schaffen mit dem richtigen Markenimage einen bleibenden Eindruck. Indem Sie sich diese fünf elementaren Kompetenzen aneignen, können Sie sicherstellen, dass die von Ihnen geschaffene Marke einen bleibenden Eindruck hinterlässt.

1. Strategisch kreativ handeln

Zur Innovation der erfolgreichsten Marken werden Kreativteams mit strategischen Geschäftszielen eingesetzt. Zu häufig schränkt jedoch ein zu enges strukturelles Geflecht die Innovationskraft kreativer Arbeitsgruppen ein. Deshalb entwickeln effektive Markenmanager eine übergeordnete Markenstrategie, bei denen die Kreativität gefördert und nicht eingeschränkt wird.

Mit ihren eigenen kreativen Strategien bringen die erfolgreichsten Markenmanager Struktur und Innovation in ein Gleichgewicht. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass die Kreativteams auf die Innovation ausgerichtet und konzentriert bleiben, während gleichzeitig die gesteckten Ziele der Markenbildung des Unternehmens erfüllt werden. Hierfür ist eine Kombination aus vorausschauender Planung und gelegentlichem Eingreifen maßgeblich. Mit den folgenden Tipps können Sie Ihre eigenen Strategien für Kreativteams optimieren.

Wenn Sie ein Team mit der Erstellung eines neuen Markenartikels beauftragen, ist es ratsam, Ihre Erwartungen im Vorfeld klar zu formulieren und sie an das Team zu kommunizieren. Halten Sie sie schriftlich fest, ergänzen Sie sie mit konkreten Beispielen und beziehen Sie sich immer wieder darauf. So stellen Sie die Optimierung Ihrer Strategien sicher. Am wichtigsten ist jedoch, dass Sie die Ziele des Brandings zu geeigneten Zeitpunkten wiederholen und sicherstellen, dass damit die Kreativität des Teams gefördert wird.

Eine Gruppe Kollegen sitzt mit einem Brand Manager um einen Tisch herum, auf dem sich mehrere Papiere und Kaffeetassen befinden.
Ein Brand Manager ist verantwortlich für die Ziele und die Strategie des Brandings.

2. Quantitativ argumentieren

Zu den Kernkompetenzen eines Brand Managers gehört es, Branding-Aktivitäten mit Hilfe von Daten zu belegen. Mit einer quantitativen Argumentation, die Ihre Markenstrategie untermauert, können Sie sie innerhalb des Unternehmens nachvollziehbar begründen – insbesondere gegenüber der Geschäftsleitung. Natürlich sind die meisten Ergebnisse des Markenbildungsprozesses als qualitative Größen zu bewerten, doch sie mithilfe von Zahlen ausdrücken zu können, ist das, was einen guten Brand Manager auszeichnet.

Um Daten mit der Markenbildung in Einklang zu bringen, ist es notwendig, die Reichweite des Brandings zu ermitteln, bevor Sie mit neuen Projekten beginnen. Auch wenn die Markenwahrnehmung subjektiv ist, so lassen sich doch einige Kennzahlen erheben, mit denen sich Branding-Aktivitäten begründen lassen. Beispielsweise kann ein Brand Manager die Konvertierungsraten berechnen und damit zeigen, wie gut neue Kernbotschaften angenommen werden. Welche Maßnahmen auch immer Sie ergreifen, achten Sie darauf, dass Sie entsprechende Daten einsetzen und diese frühzeitig und häufig aktualisieren.

Liegen Ihre Daten erst einmal vor, gilt es, sie im Unternehmen dynamisch und in ansprechender Weise darzustellen. Ein ausgefeilter Präsentationsstil ist daher eine der wichtigsten Kompetenzen, die ein Brand Manager mitbringen muss. Mithilfe einer speziellen Kombination aus quantitativer Begründung und praxisnahen Beispielen können Sie Ihre datengestützte Strategie einsetzen, um sich intern Unterstützung für weitere Branding-Aktivitäten zu sichern.

3. Ausdrucksstark kommunizieren

Der Einsatzbereich von Brand Managern erstreckt sich über viele Abteilungsgrenzen hinweg und größere Projekte werden in unternehmensweiter Zusammenarbeit realisiert. Achten Sie darauf, von Anfang an gute Kommunikationspraktiken zu verfolgen und Beziehungen zu pflegen, bevor Sie sich an ein großes Rebranding-Projekt wagen. Mit diesen nützlichen Hinweisen können Sie Ihre Kommunikation verbessern.

Zunächst sollten Sie von sich aus so oft wie möglich präsent und erreichbar sein. Besuchen Sie verschiedene Abteilungen und stellen Sie Fragen. Versuchen Sie, als Beobachter an kreativen Meetings teilzunehmen, um die dortigen Arbeitsabläufe zu beobachten. Stehen Sie außerdem für eventuelle Fragen rund um die Marke zur Verfügung.

Nicht selten ergeben sich in anderen Abteilungen Fragen bezüglich des Brandings, die gar nicht gestellt werden, weil der Brand Manager selbst nicht zur Verfügung steht. Vergessen Sie auch nicht: Markenkonsistenz beginnt im Unternehmen, also müssen Sie Ihrem Team verdeutlichen, dass es für Branding-bezogene Fragen aus anderen Abteilungen stets erreichbar sein muss.

Kollegen verschiedener Abteilungen stehen in einem Treppenhaus und tauschen sich zwanglos miteinander zum Thema Brand Manager aus.
Es ist für die Zielerreichung wichtig, andere Abteilungen mit einzubeziehen und seinen Einfluss zu nutzen.

4. Den Markt durchdringen können

Schlüsselmärkte durchdringen zu können, ist eine entscheidende Fähigkeit für Brand Manager, um die Präsenz ihrer Marke zu erfassen. Mithilfe der Marktforschung erfahren Markenverantwortliche, welche Videos sich Kunden und Interessenten anschauen, welche Websites sie besuchen und an welchen Gesprächen in den sozialen Medien sie sich beteiligen. Kenntnis dieser Faktoren ist unerlässlich für das ausgehende Marketing und für das Verständnis, welche Markenbotschaften wirkungsvoll sind.

Eine Möglichkeit zur Durchdringung Ihrer Zielmärkte ist die Analyse der von Ihren Kunden konsumierten Medienprodukte. Aus Kundenperspektive erkennen Sie am besten, ob Ihre Werbebotschaften überzeugend sind. Vertreibt Ihr Unternehmen beispielsweise SaaS-Produkte, empfiehlt sich es, digitale Publikationen aus diesem Bereich zu lesen und Influencern zu folgen, die sich mit dem Thema befassen.

Sind Sie erst einmal gänzlich mit kundenorientierten Medien und Gesprächen vertraut, werden Sie eine bessere Perspektive auf Ihre eigenen Markenbotschaften haben. Diese Art Einblick aus erster Hand ist bedeutend wertvoller als die Ergebnisse einer Kundenumfrage.

Eine Frau sitzt an einem Tisch und informiert sich mit ihrem Tablet über Brand Manager.
Die Durchdringung des Marktes ist eine der bedeutendsten Kompetenzen für Brand Manager.

5. Flexibilität bewahren

Eine der Grundvoraussetzungen für einen Brand Manager ist Flexibilität. Als Markenverantwortlicher muss er bei Veränderungen im Markt das Unternehmen anpassen und voranbringen. Dies geschieht zumeist, indem ein neues Design entwickelt oder eine neue Schlüsselbotschaft entworfen wird, während gleichzeitig die Marke im Kern unversehrt bleibt und die Markenkonsistenz gewahrt wird.

Die Unterhaltungen über die Erfahrungen, die Kunden mit Ihrer Marke machen, finden auf Social Media-Plattformen und weiteren Medien in Echtzeit statt. Daher ist die Flexibilität, soziale Medien für Ihre Branding-Kampagnen einzusetzen, ein wesentlicher Faktor. Außerdem ist es wichtig, dass Sie Ihre Recherchen zu Markendiskussionen über diese Plattformen durchführen. Hierbei müssen Sie in der Lage sein, Ihre Strategie kurzfristig zu ändern, wenn sich die Entwicklung neuer Trends abzeichnet.

Das Brand Management war früher ein langsamer und stetiger Prozess – heute laufen diese Vorgänge jedoch sehr schnell ab. Ein Unternehmen muss seine Marke mit der gleichen Geschwindigkeit steuern können, wie sich die Meinungen der Kunden ändern. Es ist daher unverzichtbar, dass Brand Manager ständig auf dem Laufenden sind, was die Diskussionen innerhalb ihrer Branche und konkret zu ihrer eigenen Marke betrifft.

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Cory Schmidt – Head of Marketing | Canto

Cory ist Head of Marketing bei Canto. Mit seiner langjährigen Erfahrung hilft er Marketingexperten, Themen wie Markenmanagement, Bedarfsgenerierung und Digital Asset Management besser zu verstehen.