Die 7 wichtigsten Skills erfolgreicher Brand Manager

   

Brand Manager wachen über die Produkte und Dienstleistungen eines Unternehmens, um die Integrität ihrer Marke zu schützen. Ihr Handeln wirkt sich auf die gesamte interne und externe Kommunikation aus und ist für das Image eines jeden Unternehmens unerlässlich. Wenn Sie sicherstellen möchten, dass auch Ihre Marke stark bleibt, empfehlen wir Ihnen, sich diese sieben wichtigen Fähigkeiten erfolgreicher Brand Manager anzueignen.

1. Prozessdesign

Einer der wichtigsten Skills für Brand Manager (oder auch Markenmanager) ist die Fähigkeit, effiziente Vorgänge zur Markenbildung zu entwerfen, die die Markenkonsistenz sicherstellen. Das Design von Branding-Prozessen umfasst das Festlegen klarer Arbeitsabläufe zur Markenbildung einschließlich einfach zu befolgender schrittweiser Anleitungen für das Unternehmen. Möchten Ihre Kollegen beispielsweise ein bestimmtes Markenelement nutzen, müssen sie darüber bescheid wissen, wie und wo es verwendet werden kann. Es obliegt daher dem Brand Manager, diese klaren und einfachen Richtlinien deutlich zu kommunizieren.

Eine effiziente Möglichkeit, alle Beteiligten auf demselben Informationsstand zu halten, ist ein einheitlicher Brand Guide. Dieser beinhaltet die Farbschemata, Logogrößen, Schlüsselbotschaften, Schriftarten und alle weiteren markenspezifischen, stilistischen Elemente. Hinterlegen Sie dieses Dokument an einem öffentlichen Ort – zum Beispiel Ihrem Digital Asset Management-System – und stellen Sie sicher, dass es leicht verständlich ist. Nehmen Sie darauf Bezug, wenn Sie interne Branding-Prozesse neu gestalten.

Ihre Branding-Grundsätze betreffen jedoch mehr als nur interne Prozesse. Auch andere Elemente, beispielsweise von Nutzern erstellte Inhalte, müssen den Markenrichtlinien des Unternehmens entsprechen. Das ist allerdings leichter gesagt als getan. Haben externen Mitarbeitern jederzeit Zugriff auf Ihren Brand Guide, sind ihnen Ihre Schlüsselbotschaften, Schreibstil und Farbdesigns geläufig. Indem Sie also Ihren Brand Guide öffentlich zur Verfügung stellen, können Sie möglichen Missgeschicken beim Branding für Ihr Unternehmen zuvorkommen.

Eine Gruppe Kollegen sitzt um einen Tisch herum, auf dem sich mehrere Papiere und Kaffeetassen befinden.
Ein Brand Manager übernimmt die Verantwortung für die Branding-Richtlinien und -Prozesse.

2. Strategische Kreativität

Die erfolgreichsten Marken werden innovativ durch kreative Teams entwickelt, die strategische Unternehmensziele verfolgen. Die Herausforderung besteht darin, die Balance zu halten, da Kreativteams ihre Kreativität einbüßen, wenn sie zu streng organisiert werden. Effektive Brand Manager wissen daher, wie sie Kreativteams leiten und zugleich auf eine übergeordnete Strategie ausrichten können.

Ihrem Kreativteam eine klare Richtung vorzugeben, kann sich schwierig gestalten. Mit der richtigen Vorgehensweise können Sie jedoch sowohl die Innovationskraft steigern, als auch die Unternehmensziele für die Markenbildung erfüllen. Ausschlaggebend ist hierfür die Kombination aus entsprechender Vorausplanung und gelegentlichem korrigierendem Eingreifen.

Sofern Sie Ihr Team mit der Erstellung eines neuen Brand Assets beauftragen, müssen Sie im Vorfeld deutlich darlegen, was Sie erwarten. Halten Sie daher Ihre Anforderungen schriftlich fest, versehen Sie sie mit greifbaren Beispielen und beziehen Sie sich immer wieder darauf. Ebenso sollten Sie in geeigneten Momenten die Zielsetzung des Brandings wiederholend verdeutlichen. Achten Sie aber darauf, dass dies nicht die Kreativität der Gruppe beeinträchtigt.

3. Quantitatives Argumentieren

Eine Kernkompetenz des Brand Managers ist es, Branding-Aktivitäten mit Daten zu belegen. Indem Sie Ihre Branding-Strategie quantitativ begründen, verschaffen Sie ihr innerhalb des Unternehmens Glaubwürdigkeit – vor allem gegenüber der Führungsebene. Uns ist bewusst, dass die meisten Ergebnisse des Brandings in qualitativer Hinsicht zu verstehen sind. Doch sind es die Zahlen, anhand derer der Brand Manager sich behaupten kann.

Um im Spiel mit den Daten einen Schritt voraus zu sein, bedarf es weniger Aufwand, als die meisten Brand Manager ahnen. Die Voraussetzung dafür ist, dass Sie für Ihre Markenreichweite eine Ausgangsbasis ermitteln, bevor Sie einen neuen Vorgang starten. Natürlich ist die Markenwahrnehmung subjektiv. Es lassen sich aber einige Messgrößen ermitteln, die zur Begründung des Brandings herangezogen werden können. So kann ein Brand Manager beispielsweise die Konvertierungsraten berechnen, um zu zeigen, wie gut neue Schlüsselbotschaften wahrgenommen werden. Egal welchen Ansatz Sie verfolgen: Stellen Sie sicher, dass Sie Daten verwenden und frühzeitig und häufig Aktualisierungen vornehmen.

Haben Sie erst einmal Ihre Daten vorliegen, gilt es, sie dem Unternehmen auf dynamische und ansprechende Weise zu präsentieren. Eine der wichtigsten Qualitäten des Brand Managers ist ein anspruchsvoller Präsentationsstil. Indem Sie eine ganz eigene Mischung aus quantitativen Argumenten und praxisnahen Beispielen verwenden, können Sie mittels Ihrer datengestützten Fallbeispiele die notwendige interne Unterstützung erwirken, um weitere Branding-Aktivitäten durchzuführen.

Ein Brand Manager in einem Raum voller interessierter Zuhörer.
Ein ausdrucksstarker Präsentationsstil ist eine Kernkompetenz des Brand Managers.

4. Abteilungsübergreifende Beziehungspflege

Brand Manager müssen über Abteilungsgrenzen hinweg arbeiten – bei größeren Projekten ist oft sogar unternehmensweite Zusammenarbeit erforderlich. Steht also ein größeres Projekt zur Umgestaltung der Marke an, sollten Sie bereits im Vorfeld entsprechende Beziehungen aufbauen und pflegen.

Ein wichtiger Aspekt ist, dass Sie präsent und verfügbar sind. Begeben Sie sich in andere Abteilungen und stellen Sie Fragen. Versuchen Sie dort, ihren kreativen Besprechungen als Beobachter beizuwohnen, um einen Eindruck von den Arbeitsabläufen zu erhalten. Und stehen Sie jederzeit für eventuelle Fragen zur Markengestaltung zur Verfügung.

Tatsächlich ergeben sich in anderen Abteilungen häufig Fragen zum Thema Branding, die unbeantwortet bleiben, da der Brand Manager unerreichbar war. Markenkonsistenz beginnt im Inneren eines Unternehmens, darum sollten Sie Ihrem Team klarmachen, dass Sie für Fragen zur Markenbildung seitens der Kollegen aus anderen Abteilungen verfügbar sein müssen.

Kollegen verschiedener Abteilungen stehen in einem Treeppenhaus und tauschen sich zwanglos miteinander aus.
Andere Abteilungen einzubeziehen ist für die Zielerreichung wichtig.

5. Digital Asset Management

Erfolgreiche Brand Manager sind stets darüber im Bilde, wo sich ihre Brand Assets befinden, und wie jeder im Unternehmen sie verwenden kann. Daher sollten Sie sicherstellen, dass Sie Ihre Markenelemente effektiv und effizient verwalten. Ihr Digital Asset Management (DAM)-System sollte das Zentrum all Ihrer Branding-Aktivitäten sein – innerhalb wie außerhalb des Unternehmens.

Mithilfe Ihres DAM können Sie alle Ihre Brand Assets über einen zentralen Ort erstellen, organisieren, teilen und sichern. Außerdem gibt es jede Datei nur einmal im System. Daher müssen Sie sich nicht darum sorgen, dass Inhalte im Markenauftritt voneinander abweichen könnten. Ein DAM-System effektiv in die Arbeitsabläufe Ihres Unternehmens einzugliedern, zählt zu den Kernkompetenzen eines Brand Managers.

6. Marktdurchdringung

Brand Manager müssen den Markt verstehen, in dem sie aktiv sind. Mittels Marktforschung können Sie in Erfahrung bringen, welche Art Videos Kunden und mögliche Interessenten anschauen, welche Webseiten sie besuchen und in welchen sozialen Medien sie sich aktiv engagieren. Dieses Wissen ist von unschätzbarem Wert für das Außenmarketing. Mehr noch: Es hilft Ihnen außerdem bei der Einschätzung, welche Markenbotschaften effektiv wirken.

Informieren Sie sich über die medialen Produkte, die Ihre Nutzer konsumieren – und nutzen Sie sie selbst! Es gibt keine bessere Methode, um die von Ihnen verwendeten Botschaften aus Kundensicht zu betrachten. Verkauft Ihr Unternehmen beispielsweise SaaS-Lösungen, sollten Sie entsprechend einschlägige digitale Medien aus diesem Bereich lesen und sachkundigen Influencern folgen, die sich mit dem Thema befassen.

Haben Sie erst einmal die kundenzentrierten Medien und Diskussionen durchdrungen, werden Sie eine bessere Sichtweise auf Ihre eigenen Markenbotschaften entwickeln. Diese Art von Einblicken, die Sie so aus erster Hand gewinnen, kann Ihnen keine der noch so zahlreichen Umfragen vermitteln.

Eine Frau sitzt an einem Tisch und liest etwas auf ihrem Tablet Computer.
Für Brand Manager ist die Marktdurchdringung eine der wichtigsten Qualifikationen.

7. Dynamik – Funktionieren in Echtzeit

Früher war das Brand Management ein langsamer und stetiger Prozess. Heutzutage ist es ein sehr schneller Vorgang. Unternehmen müssen in der Lage sein, Ihren Markenauftritt zeitnah und flexibel an die schnell wechselnden Ansprüche und Meinungen der Kunden anpassen können. Dazu sollten Brand Manager fortlaufend auf dem aktuellen Stand der Trends und Diskussionen sein, die in ihrer Branche aktuell angesagt sind oder die ihre Marke betreffen. So werden beispielsweise Erlebnisse, die Kunden mit Ihrer Marke machen, in Echtzeit über soziale Medien und andere Plattformen diskutiert.

Natürlich ist es wichtig, die Macht von Social Media für Ihre Branding-Kampagnen zu nutzen. Ebenso ausschlaggebend ist es aber, die entsprechenden Unterhaltungen über relevante Marken auf diesen Medienplattformen zu durchdringen. In jedem Fall sollten Sie Ihre eigene Strategie zeitnah an Trends anpassen, die sich aktuell entwickeln.

Daher ist Flexibilität eine Kernkompetenz für Brand Manager. Begegnen sie Änderungen im Markt und wird infolgedessen eine Änderung in der Marke nötig, ist es der Brand Manager, der in die Bresche springt. Er bringt das Unternehmen mit einem neuen Design oder einer neuen Schlüsselbotschaft voran, wobei er für die Unversehrtheit der Marke sorgt und die Markenkonsistenz wahrt.

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