Metadatentypen – die wichtigsten Unterschiede

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Die verschiedenen Arten von Metadaten unterstützen Benutzer dabei, Informationen anhand verschiedener Kriterien zu unterscheiden und zu lokalisieren. In diesem Artikel erfahren Sie mehr über die wichtigsten Metadatentypen, die es gibt.

Was sind Metadaten?

Metadaten sind Informationen über andere spezifische Daten. Anhand bestimmter, als Metadaten ausgedrückter Merkmale wie Datum, Größe und Speicherort lassen sich Dateien unterteilen und organisieren. Es sind die Metadaten, die Dateien mit Beschreibungen versehen und dabei angeben, was diese beinhalten.

Welche Arten von Metadaten gibt es?

Die drei wichtigsten Metadatentypen sind deskriptive, strukturelle und administrative Metadaten. Wir werden jeden der einzelnen Metadatentypen kurz beschreiben und seine Bedeutung erläutern.

1. Strukturelle Metadaten

Strukturelle Metadaten beschreiben, wie Daten in Datensätzen strukturiert und zusammengestellt werden. Man kann sie sich wie das Inhaltsverzeichnis eines Buches vorstellen. Sie erklären, in welcher Beziehung die Daten zueinander stehen. Ein Beispiel für strukturelle Metadaten wäre, wenn die Autorin J.K. Rowling in ‚Harry Potter‘ Anmerkungen hinterlegt hätte, aus denen hervorgeht, dass es sich nur um das erste Exemplar von vielen weiteren Büchern handelt, die in Zukunft folgen werden.

Holzklötze bilden das Wort 'Metadaten', die sich in verschiedene Metadatentypen einteilen lassen.
Bei der Erstellung von Datensätzen bilden strukturelle Metadaten das Fundament für die Daten.

2. Deskriptive Metadaten

Deskriptive oder auch beschreibende Metadaten dienen der Identifizierung von Daten. Hierzu zählen beispielsweise Titel, Datum oder Schlagwörter. Ein Beispiel für deskriptive Metadaten wäre die Laufzeit einer Audiodatei, die auf einem Computer gespeichert ist.

3. Administrative Metadaten

Administrative Metadaten beinhalten wichtige Anweisungen zu einer Datei. Sie enthalten Informationen zu der Art der Beschränkungen, die für die Datei gelten, also z.B. wer auf die Datei zugreifen darf und wer nicht. Als Beispiel für administrative Metadaten könnte eine geschäftliche Datei gelten, die als ein bestimmter Dateityp gekennzeichnet ist.

Ein ausführliches Beispiel für Metadaten

Sie haben soeben ein Foto von einem Bären im Wald aufgenommen. Nun übertragen Sie es auf Ihren Computer und laden es in Ihre Bilddatenbank hoch. Zum schnellen Wiederfinden des Bildes benutzen Sie später in der Suchfunktion die Beschreibungen, die sie in den Metadaten hinterlegt haben. Das ist besonders dann wichtig, wenn Sie noch viele weitere Fotos von Bären haben und gezielt nach bestimmten Fotos suchen möchten.

Ein Bär steht im Wald auf den Hinterbeinen.
Metadaten ermöglichen die Suche nach entsprechend gekennzeichneten Fotos.

Die Metadaten erleichtern es Ihnen, Ihre Suche anhand der Deskriptoren einzugrenzen, anhand derer Sie das Bild identifizieren können. So werden zunächst das Datum der Fotoaufnahme und der Urheber erfasst. Dieses Datum gibt Ihnen einen guten Anhaltspunkt, wo Sie mit Ihrer Suche nach diesem speziellen Foto beginnen können.

Nun könnten Sie dem Bild noch Schlagwörter wie Grizzly, Wald und Bär hinzufügen. Hierbei handelt es sich um Metadaten des Bildes. Wenn Sie nun nach einer Kombination dieser Schlagwörter in den Metadaten suchen, finden Sie genau dieses Bild. Solche beschreibenden Angaben fallen unter die Kategorie ‚deskriptive‘ Metadaten.

Vertiefen Sie Ihr Verständnis von Metadaten, indem Sie sich intensiver mit den Feinheiten der verschiedenen Metadatentypen befassen. Außerdem sollten Sie zur Automatisierung Ihrer Arbeitsabläufe ein Metadaten-Management einführen.

Casey Schmidt – Content Manager and Industry Expert | Canto

Casey Schmidt ist Content Manager bei Canto und interessiert sich dafür, komplexe Themen zu erfassen und für unsere Leser leicht verständlich zu machen.