PNG-Bildformat erklärt: Wann nutzen, wann meiden?
| 4. März 2025

PNG ist die Abkürzung für “Portable Network Graphics” und bezeichnet ein Rastergrafikformat mit verlustfreier Datenkompression. Auf Deutsch bedeutet dies “tragbare Netzwerkgrafik”. Das PNG-Bildformat wurde als Netzwerkgrafik und als Ersatz für das patentierte GIF-Format entwickelt, da es ohne Lizenzgebühren genutzt werden kann und eine offene Lösung darstellt.
Auch wenn das Dateiformat nicht so verbreitet ist wie andere Bilddateiformate wie z.B. JPEG, so hat es doch seine Vorzüge und verdient es, für eine Vielzahl von Aufgaben ernsthaft berücksichtigt zu werden. Hier sind wichtige Aspekte zum PNG-Bildformat, die Sie bei der Wahl des geeigneten Bildformats berücksichtigen sollten.
Die Entwicklung des PNG-Formats begann Mitte der 1990er Jahre als Reaktion auf die Patentprobleme und technischen Einschränkungen des GIF-Formats. Der erste Entwurf der PNG-Spezifikation wurde 1995 vorgestellt, wobei der Hintergrund der Entwicklung darin lag, ein freies, leistungsfähiges und flexibles Grafikformat für das Internet zu schaffen.
Das World Wide Web Consortium (W3C) spielte eine entscheidende Rolle bei der Standardisierung: Die Version 1.0 der PNG-Spezifikation wurde 1996 vom W3C offiziell empfohlen und 2003 als ISO-Standard anerkannt. Seitdem wurden verschiedene Versionen veröffentlicht, um die Funktionalität und Kompatibilität weiter zu verbessern.
PNG ist heute ein international anerkannter Standard für digitale Bildverarbeitung. Die PNG-Spezifikation definiert die technischen Details und stellt sicher, dass das Format zuverlässig, kompatibel und zukunftssicher bleibt.
Dank der Unterstützung von Transparenzfunktionen, verlustfreier Kompression und der Möglichkeit, den Hintergrund von Bildern transparent darzustellen, ist PNG ein unverzichtbarer Standard in der Web- und Grafikbranche.
Was für eine Art von Bilddatei ist .png (Portable Network Graphics)?
Die PNG (kurz für Portable Network Graphic) ist ein Rasterbild und zählt zu den wichtigsten Grafikformaten für digitale Medien. Diese Bilder bestehen aus einzelnen Bildpunkten, wobei jedem Pixel ein Farbwert und – falls vorhanden – Transparenzinformationen zugeordnet werden.
PNG-Dateien unterstützen verschiedene Farbtiefen, darunter 1, 2, 4, 8 oder 16 Bit pro Pixel für Graustufenbilder und 8 oder 16 Bit pro Kanal für RGB-Bilder. Dadurch sind bis zu 48 Bit Farbtiefe und 16 Millionen Farben im RGB-Farbraum möglich. PNG ist für RGB-Bilder optimiert, unterstützt jedoch nicht das CMYK-Modell, das für professionelle Druckprodukte erforderlich ist.
Die verlustfreie Kompression sorgt dafür, dass alle Originaldaten erhalten bleiben, was PNG ideal für detailreiche Grafiken, Illustrationen und digitale Asset Management-Lösungen macht.
PNG-Dateien können mit den meisten Bildbearbeitungsprogrammen, einschließlich Adobe Photoshop, geöffnet und bearbeitet werden. Fast alle vorintegrierten Bildbearbeitungs-Programme unterstützen PNG, sodass die Bearbeitung und das Exportieren in andere Formate wie JPEGs oder PDFs problemlos möglich ist.
Mit verschiedenen Online-Tools lassen sich PNG-Dateien zudem in Vektordateien konvertieren. Nutzer können PNG-Dateien auf ihrem Computer über die Suche des Betriebssystems schnell finden und öffnen. PNG-Dateien unterstützen Transparenz durch einen Alpha-Kanal, der unterschiedliche Transparenzstufen für jeden Bildpunkt ermöglicht.
Alternativ kann Transparenz auch als einzelner transparenter Farbwert gespeichert werden, was besonders für Logos mit transparentem Hintergrund oder UI-Designs nützlich ist.

PNG bietet eine bessere Kompression und höhere Farbtiefen als das ältere GIF-Format, unterstützt jedoch – im Gegensatz zu GIF – keine Animationen. Im Vergleich zu JPEG bleiben bei PNG alle Originaldaten erhalten, was für Grafiken mit hoher Qualität und Transparenz entscheidend ist.
TIFF ist ein weiteres Grafikformat, das vor allem im professionellen Umfeld für hochwertige Bilder und Druck eingesetzt wird, während PNG hauptsächlich für Webgrafiken, Logos, Icons, Screenshots und digitale Illustrationen verwendet wird. PNG ist das bevorzugte Format für Screenshots, da es eine exakte Farbwiedergabe bietet.
Moderne Webbrowser und Bildbearbeitungsprogramme unterstützen PNG-Dateien weitgehend, wodurch Inkompatibilitäten, wie sie früher in älteren Browsern auftraten, durch Standardisierung (ISO, W3C) weitgehend behoben wurden.
Zu den Nachteilen von PNG zählen größere Dateigrößen im Vergleich zu JPEG, was zu längeren Ladezeiten auf Webseiten führen kann, sowie die fehlende Eignung für den professionellen Druck, da das CMYK-Modell nicht unterstützt wird.
Ein weiterer Vorteil: Das PNG-Format ist nicht patentiert, sodass Softwarehersteller Programme ohne Zahlung von Lizenzgebühren entwickeln können, die PNG-Dateien lesen und schreiben. PNG-Dateien sind somit lizenzfrei nutzbar und bieten mehr Flexibilität für Entwickler und Anwender.
Wann Sie .png verwenden sollten
Es mag seltsam klingen, doch eignen sich .png perfekt, wenn Sie eine beeindruckende Grafik benötigen und keine Zeit für Verfeinerungen haben. PNG-Dateien werden im Design besonders für Webgrafiken, UI-Design und digitale Illustrationen bevorzugt, da sie eine hohe Bildqualität und flexible Einsatzmöglichkeiten bieten.
Möchte ein Benutzer beispielsweise einen Screenshot machen, passt eine PNG-Datei perfekt, da sie das gesamte Bild unabhängig von der Dateigröße in voller Auflösung speichert.
Logos müssen ständig in der Größe geändert werden – das liegt in der Natur ihrer Verwendung. Sie kommen unternehmensweit auf vielfältige Weise zum Einsatz, und die unterschiedlichen Darstellungsformen erfordern unterschiedliche Logo-Größen. Da das Format .png eine verlustfreie Komprimierung ermöglicht, bleibt das Logo bei einer Größenänderung in einer PNG-Datei vollständig intakt und für den Verbraucher erkennbar.
PNG-Dateien werden häufig für Logos mit transparentem Hintergrund verwendet, sodass sie problemlos auf verschiedenen Hintergründen ohne sichtbaren Rand platziert werden können. Besonders für Anwendungen mit hohem Qualitätsanspruch und Transparenz, wie UI-Design und Digital Asset Management, ist das PNG-Bildformat ideal geeignet.
Wenn Sie für Logos PNG-Dateien verwenden, wahren Sie die Markenintegrität. Die Kunden können das ihnen vertraute Unternehmen anhand eines makellosen Logos leicht wiedererkennen. Für die professionelle Verwaltung großer Mengen an Bilddateien empfiehlt sich der Einsatz einer zentralen Bilddatenbank, die PNG-Dateien effizient organisiert und bereitstellt.

Wann Sie das Format .png vermeiden sollten
Das Bildformat .png eignet sich für Unternehmen und Privatanwender gleichermaßen. Es gibt aber auch Situationen, in denen es ratsam ist, dieses Format zu vermeiden.
PNG-Dateien unterstützen ausschließlich den RGB-Farbraum und sind daher nicht für den professionellen Druck geeignet, da das CMYK-Modell nicht unterstützt wird. Für Druckprodukte, die das CMYK-Modell erfordern, sind andere Grafikformate wie TIFF besser geeignet, da sie komplexere Farbtiefen und den CMYK-Farbraum abdecken können.
Ein weiterer Nachteil von PNG ist die größere Dateigröße im Vergleich zu JPEG, was zu längeren Ladezeiten auf Webseiten führen kann. Wenn Sie Bilder in sozialen Medien veröffentlichen, ist das .png in der Regel nicht sinnvoll, weil die Dateien sehr groß sind und diese Plattformen selbst bei geringfügiger Verschlechterung eine akzeptable Bildqualität bieten.
Für Unternehmen, die eine Social Media-Präsenz aufbauen, ist die Verwendung großer Dateien denkbar ungeeignet – sie verlangsamen den Zugriff für potenzielle Interessenten.
Auch bei der Erstellung von Firmenwebseiten sollte man auf PNG-Dateien verzichten, sofern es nicht das Logo der Marke ist.
Bilder auf Webseiten haben idealerweise nur geringe Dateigrößen, damit die Seite bei Benutzern mit allen möglichen Bandbreiten schnell und effizient lädt. Sie sollten daher alternative Bildformate verwenden, selbst wenn dies einen geringen Verlust an Bildqualität mit sich bringt. Für spezielle Anwendungsfälle wie die Konvertierung von JPG in PNG stehen verschiedene Tools zur Verfügung.
Obwohl sich für .png seltener Anwendungsfälle finden lassen als für andere Bilddateiformate, verfügt es doch über Eigenschaften, die von den Alternativen nicht nachgebildet werden können. PNG unterstützt verschiedene Farbtiefen, etwa 8 oder 16 Bit pro Farbkanal bei RGB-Bildern, was eine hohe Bildqualität ermöglicht. Aus diesem Grund bleibt die PNG-Bilddatei eine der wichtigeren Erweiterungen, die Nutzern zur Verfügung stehen.
