Inhaltsverzeichnis
1. Mit einem Plan fängt alles an
2. Personalisieren Sie das Nutzererlebnis
3. Stellen Sie einen Zeitplan auf
4. Lassen Sie sich von anderen Marken inspirieren
5. Eine E-Mail, eine Botschaft
6. Formulieren Sie kurze, klare Betreffzeilen
7. Verwenden Sie eine Überschrift
8. Setzen Sie Ihr Design ein, um die Handlungsaufforderung zu unterstreichen
9. Drehen Sie Ihre Bilder um
10. Schicken Sie eine Test-E-Mail
11. Eine zweite Meinung anfordern
12. Orientieren Sie sich an den Zahlen
13. Machen Sie Frühjahrsputz
14. Bauen Sie Ihre Liste immer weiter aus
15. Fokussieren Sie sich auf einen Aspekt auf einmal
Inhaltsverzeichnis

Beim E-Mail-Marketing erfordern unterschiedliche Situationen unterschiedliche Ansätze, und keine Kampagne gleicht der anderen. Genau das ist ja das Spannende am E-Mail-Marketing – für Marketingspezialisten, die nach konkreten Empfehlungen suchen, um ihrer Arbeit den letzten Schliff zu geben, kann es aber auch frustrierend sein.

Doch zum Glück gibt es auch viele bewährte Vorgehensweisen, die auf das gesamte E-Mail-Marketing anwendbar sind. Daher habe ich eine Reihe von Empfehlungen zusammengestellt, die ich jedem ans Herz legen würde, der seine Marketingkampagnen verbessern möchte, ganz unabhängig von den jeweiligen Gegebenheiten und Zielsetzungen.

Hier sind sie also: meine 15 äußerst effektiven E-Mail-Marketing-Tipps, die Sie immer und überall nutzen können.

1. Mit einem Plan fängt alles an

Ehe Sie überhaupt mit der Erstellung von E-Mails und der Konzeption von Kampagnen beginnen, müssen Sie sich etwas Zeit nehmen und sich Gedanken darüber machen, welche Ziele Sie mit Ihrem E-Mail-Marketing erreichen wollen.

Betrachten Sie zunächst die Anforderungen Ihres Unternehmens und überlegen Sie, mit welchen Arten von E-Mails Sie diese erfüllen könnten. Eine Softwarefirma, die ein einmaliges Upgrade für ein Abonnement vermarktet, verfolgt eine andere Strategie als ein Café, das jede Woche Kunden gewinnen möchte.

Als zweites müssen Sie entscheiden, was Ihre E-Mails über Ihre Marke aussagen sollen. Dadurch können Sie bestimmen, wie Ihre E-Mails aussehen und welche Art von Persönlichkeit ihnen zugrunde liegen sollte. Diese Vorgehensweise wird Ihnen auch Möglichkeiten aufzeigen, wie Sie auf Konversion ausgerichtete E-Mails mit markenfördernden Inhalten kombinieren können.

Marketingspezialisten ordnen Haftnotizen auf einer Glaswand an.

2. Personalisieren Sie das Nutzererlebnis

Wenn Sie beim E-Mail-Marketing bislang einen pauschalen Ansatz für alle Empfänger gewählt haben, wird ein individuelleres Kundenerlebnis die Leistung Ihrer Kampagne enorm beeinflussen.

Das können sie zum einen durch E-Mail-Segmentierung erreichen. Indem Sie Ihre Verteilerliste in Gruppen unterteilen, können Sie verschiedene Arten von Kampagnen an unterschiedliche Abonnenten senden. Diese Personalisierung im großen Stil ist den Aufwand auf jeden Fall wert. Eine Studie von Mailchimp hat ergeben, dass segmentierte Kampagnen im Durchschnitt satte 49 % mehr Klicks erhalten als unsegmentierte.

Wenn Sie ein noch individuelleres Erlebnis schaffen wollen, sollten Sie über E-Mail-Automatisierung nachdenken. Bei automatisierten Kampagnen veranlassen bestimmte Auslöser, wie z. B. ein Kauf oder der Geburtstag eines Kunden, dass E-Mails versendet werden, die zeitlich genau auf das jeweilige Markenerlebnis des Abonnenten abgestimmt sind.

Zwei Marketer planen eine E-Mail-Automatisierung auf einem Whiteboard.

3. Stellen Sie einen Zeitplan auf

Die richtige E-Mail-Kadenz für Ihre Kampagnen zu finden, erfordert möglicherweise ein paar Versuche, weil Menschen sehr unterschiedliche Präferenzen haben, wie oft sie von Unternehmen kontaktiert werden möchten. Am besten erstellen Sie einen Zeitplan für jedes Segment oder jede automatisierte Kampagne. Damit haben Sie einen Bezugsrahmen und können Ihren Abonnenten E-Mails in einer für sie akzeptablen Häufigkeit zukommen lassen.

4. Lassen Sie sich von anderen Marken inspirieren

Nehmen Sie sich etwas Zeit, um kreative und originelle E-Mail-Kampagnen wertzuschätzen. So wie Künstler die großen Meister studieren, können auch Marketingfachleute von erfolgreichen Marken eine Fülle von Tipps für ihr E-Mail-Marketing erhalten.

Ebenso wichtig ist, dass das Lesen intelligenter E-Mails Ihre eigene Kreativität und Leidenschaft beflügeln wird, und diese positive Energie wird sich in Ihren Kampagnen widerspiegeln.

Ich rate dazu, aktiv Beispiele für E-Mail-Marketing zu suchen, die Sie inspirieren, und gern auch eine tolle E-Mail aus Ihrem eigenen Posteingang für spätere Lektüre zu speichern.

Eine inspirierende E-Mail wird auf dem Bildschirm eines Laptops angezeigt.

5. Eine E-Mail, eine Botschaft

Die Botschaft Ihrer E-Mail muss für den Kunden einfach zu verstehen sein. Kaum jemand wird zunächst mehrere Absätze Text lesen, um dann irgendwann zu dem von Ihnen beworbenen Link zu gelangen.

Halten Sie Marketing-E-Mails kurz und beschränken Sie sich auf eine einzige Botschaft. Sie möchten mehrere Dinge mitteilen? Dann wäre wahrscheinlich klüger, wenn Sie anstatt einer E-Mail mehrere versenden.

6. Formulieren Sie kurze, klare Betreffzeilen

E-Mail-Betreffzeilen sind wie eine Annonce für Ihre E-Mail. Sie sollen dafür sorgen, dass die Abonnenten Ihre Nachricht öffnen und mehr lesen.

Eine E-Mail-Betreffzeile, die wegen eines zu schmalen Handydisplays abgeschnitten wird, ist so sinnvoll wie ein Plakat hinter einem Baum – sie verfehlt ihren Zweck. Ihre Betreffzeilen müssen daher kurz und aussagekräftig sein. Eine zusätzliche Vorsichtsmaßnahme: der wichtigste Teil der Betreffzeile sollte am Anfang stehen. Dieses Beispiel zeigt, warum das eine gute Idee ist:

Screenshot einer abgeschnittenen E-Mail-Betreffzeile.

Beide Betreffzeilen sagen dasselbe aus, aber nur die zweite vermittelt die Botschaft, wo die erste zu früh abgeschnitten wird.

Weitere Tipps dazu, wie Sie im Posteingang Ihrer Kunden herausstechen, finden Sie in unserem Leitfaden für E-Mail-Betreffzeilen.

7. Verwenden Sie eine Überschrift

Wahrscheinlich lesen nur die wenigsten Empfänger Ihre E-Mail als Ganzes, also vermitteln Sie mithilfe einer Überschrift schnell, worum es geht.

Stellen Sie sich Ihre E-Mail wie einen Zeitungsartikel vor. Die Überschrift reicht, dass der Leser weiß, worum es in dem Artikel geht. Die wichtigsten Informationen finden sich im ersten Satz, anschließend werden Details und Kontext vermittelt.

8. Setzen Sie Ihr Design ein, um die Handlungsaufforderung zu unterstreichen

Die Methode mit der Überschrift hat noch einen weiteren Vorteil. Indem Sie das Wichtigste groß und ganz oben platzieren, erzeugen Sie mit Ihrem E-Mail-Design ein auf der Spitze stehendes Dreieck, wodurch der Blick direkt auf Ihre Handlungsaufforderung gelenkt wird.

Mit dieser Methode führen Sie den Leser durch die E-Mail und signalisieren ihm ganz subtil, was er nun tun soll: die Aktion ausführen, zu der Sie mit Ihrer E-Mail anregen wollen.

Screenshots von E-Mails, in denen der Text einen Richtungspfeil bildet, der auf die Handlungsaufforderung hindeutet.

9. Drehen Sie Ihre Bilder um

Bilder und Text einer Marketing-E-Mail müssen im Einklang miteinander sein. Abbildungen, auf denen Menschen zu sehen sind, eignen sich hervorragend, um einen persönlichen Bezug herzustellen, insbesondere wenn die Person den Leser direkt anschaut.

Nutzen Sie keine Bilder, bei denen die Person aus dem Bild herausschaut. Im Beispiel unten folgt der Blick des Lesers dem Blick der Frau – zum Fenster hinaus – und wird damit vom Text weggelenkt.

Screenshot einer E-Mail, bei der eine Frau über den Bildrand hinausblickt.

Indem Sie das Bild umdrehen, wird das Problem gelöst. Nun schaut sie direkt den Text an, den die Empfänger als nächstes lesen sollen.

Screenshot einer E-Mail, bei der eine Frau in Richtung Text schaut.

10. Schicken Sie eine Test-E-Mail

Wann immer Sie eine Marketing-E-Mail versenden, müssen Sie eine Test-E-Mail versenden (oder eines der vielen erhältlichen E-Mail-Vorschau-Werkzeuge verwenden). So können Sie sicherstellen, dass sie richtig formatiert ist.

Sie sollten es zum Teil Ihrer üblichen Routine machen, jeden Link in Ihrer Test-E-Mail anzuklicken. Schließlich möchten Sie nach all der in Ihre Kampagne investierten Arbeit nicht, dass eine ungültige Handlungsaufforderung Ihnen mögliche Konversionen nimmt!

11. Eine zweite Meinung anfordern

Eigene Texte zu lektorieren ist kaum möglich. Ein frischer Blick entdeckt mit größerer Wahrscheinlichkeit alle Tippfehler, die sich eingeschlichen haben könnten.

Hier kann ein erfahrener Kollege Ihnen helfen, umständliche Formulierungen, Bildfehler oder Hinweise zu erkennen, die möglicherweise nicht ganz so gut rüberkommen, wie Sie es sich vorgestellt haben. Jeder zusätzliche Prüfgang ist nur ein kleiner Preis, wenn Sie dafür peinliche Fehler ausmerzen können, bevor Sie die Nachricht abschicken.

Zwei Frauen sitzen an einem Computer und besprechen einen Entwurf für eine E-Mail.

12. Orientieren Sie sich an den Zahlen

Das Tolle am E-Mail-Marketing ist, dass es sich leicht quantifizieren lässt. Klicks, Öffnungen und andere Erfolgsmessgrößen finden Sie direkt auf dem Dashboard Ihrer E-Mail-Auswertung, und mithilfe von A/B-Tests können Sie ganz unkompliziert gezielte Versuche durchführen.

Ziehen Sie diese Messgrößen heran, um Entscheidungen für Ihr E-Mail-Marketing zu fällen. Testen Sie zwei Betreffzeilen in einem A/B-Test gegeneinander. Experimentieren Sie mit verschiedenen Arten von Inhalten. Beobachten Sie, wie Ihre Abonnenten auf eine geringfügig erhöhte Kadenz reagieren. Die Möglichkeiten, wie Sie Ihre E-Mail-Kampagnen optimieren können, sind nahezu unbegrenzt.

13. Machen Sie Frühjahrsputz

Sie müssen regelmäßig Ihren Verteiler überprüfen und diejenigen Adressen löschen, bei denen die E-Mails immer wieder zurückkommen. Ich erledige das gerne einmal im Jahr. Betrachten Sie es als Frühjahrsputz!

Zu viele unzustellbare Mails (sog. ‘hard bounces’) weisen darauf hin, dass eine Adresse nicht mehr aktiv ist. Das schadet Ihrem Ansehen als Absender bei E-Mail-Anbietern, insofern ist es wichtig, solche Kontakte aus Ihrer Liste zu entfernen.

Ein Marketingspezialist betrachtet auf einem Laptop eine Verteilerliste, in der ein nicht erreichbarer Kontakt rot gekennzeichnet ist.

Es ist außerdem empfehlenswert, Benutzerkonten für bestimmte Funktionen zu löschen (z. B. info@company.com). Dabei handelt es sich in der Regel um minderwertige Empfänger, da die Person, die sich tatsächlich angemeldet hat, nicht ihre E-Mail-Adresse angeben wollte.

Kontakte, die stark engagiert sind, dürfen Sie natürlich nicht entfernen. Beurteilen Sie einfach nach bestem Wissen und Gewissen. Hat ein Kontakt seit Jahren keine E-Mails mehr geöffnet, können Sie versuchen, versuchen Sie, ihn mit einer Reaktivierungs-E-Mail zu erreichen. Falls diese ignoriert wird, können Sie sie wahrscheinlich problemlos aus Ihrem E-Mail-Verteiler löschen.

14. Bauen Sie Ihre Liste immer weiter aus

Einer der größten Vorteile des E-Mail-Marketings ist, dass Sie bei gleichem Aufwand mehr Menschen erreichen, je größer Ihre Empfängerliste wird. Vergessen Sie bei der Feinabstimmung Ihrer Kampagnen nicht, dass Sie auch Ihre Zielgruppe kontinuierlich ausbauen müssen.

Sie können Ihre Empfängerliste auf viele Arten vergrößern. Eine erprobte und bewährte Methode: Richten Sie E-Mail-Anmeldeformulare auf Ihrer Webseite ein und integrieren Sie sie in den Bestellvorgang.

Screenshot eines Popup-Formulars für die E-Mail-Anmeldung auf einer Webseite.

15. Fokussieren Sie sich auf einen Aspekt auf einmal

Angesichts der vielen Elemente des E-Mail-Marketings ist man schnell überfordert. Doch zum Glück müssen Sie nicht alles gleichzeitig angehen. Es ist sogar empfehlenswert, sich auf jeweils einen Aspekt zu konzentrieren.

Wenn Sie Ihre E-Mails komplett umstellen und danach einen enormen Leistungsanstieg feststellen, können Sie nicht feststellen, was diese Verbesserung verursacht hat. War es die neue Art von Inhalt? Die humorvolle Betreffzeile? Das geänderte Design?

Indem Sie einen Aspekt nach dem anderen verändern, gewinnen Sie mit jeder Anpassung wertvolle Erkenntnisse für zukünftige E-Mails. Sobald Sie in jeder Hinsicht die Präferenzen Ihrer Abonnenten herausgefunden haben, können Sie diese Informationen gezielt in äußerst effektiven Kampagnen umsetzen.

Setzen Sie diese E-Mail-Marketing-Tipps zum Wohl Ihrer Marke ein

Diese E-Mail-Marketing-Tipps sind so allgemein gehalten, wie es nur geht, doch natürlich gibt es zu jeder Regel auch Ausnahmen.

Kleine Unternehmen mit nur ein paar hundert Abonnenten brauchen möglicherweise keine Segmentierung. Ist Ihr Unternehmen berühmt für seine Newsletter, die mehrere Artikel enthalten, dann sollten Sie das auf jeden Fall beibehalten!

Für die meisten Marken und Situationen kann es sich jedoch lohnen, wenn man sich an diese Tipps hält, denn so schafft man eine solide Grundlage, auf der man seine Kampagnen aufbauen kann. Sollten Sie alle diese Aspekte berücksichtigt haben, können Sie Ihrer Kreativität freien Lauf lassen und tolle E-Mails konzipieren, die Ihre speziellen Bedürfnisse für das Marketing widerspiegeln.

Kate Lindemann

Kate Lindemann | Canto

Kate ist Spezialistin für Marketing und digitale Kommunikation und hilft Marken dabei, mit ihren Kunden in Kontakt zu treten – vom Verfassen der perfekten Botschaft bis hin zur optimalen Umsetzung.